Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Freitag, 31. Mai 2013

Zurück aus dem Urlaub






Warum ein Eintrag über Urlaub mit einer Kaffeetasse anfängt? Weil mit dem Inhalt dieser jeder Tag ganz entspannt begann und auch beendet wurde. Und außerdem unser Urlaubsort draufsteht. Bad Hindelang im Allgäu. Schön war es trotz aller Wetterwidrigkeiten. Von strömendem Regen bis Schnee und Sonne war alles dabei.
Aber der Reihe nach und in Kurzfassung. Im strömenden Regen quer durch die Republik (und ja, es hat wirklich die ganze Fahrt lang geregnet) konnten wir uns im Apartment Im 'Allgäublick' richtig schön ausbreiten und erholen. Die ersten zwei Tage bestanden wirklich aus Nichts-Tun. Warum wir dazu überhaupt weggefahren sind? Weil wir zuhause nicht zum Nichts-Tun kommen, genau wie viele andere auch. Es schaut immer irgendeine Arbeit aus irgendeiner Ecke und erhebt den mahnenden Zeigefinger des: aber Du musst doch noch!...
Um dem mahnenden Blick zu entgehen, waren die 650 km Distanz genau richtig. Nach 2 Tagen gut erholt (und einen Tag ohne Regen in Aussicht) begaben wir uns auf einen etwas längeren Spaziergang (ca. 7 Stunden), der durch die großen und kleinen Ausblicke deutlich länger dauerte als auf den Wegweisern angegeben. Aber was solls, wir waren nicht in Eile, sondern im Urlaub.


Und im Urlaub darf man auch an allen Blumen am Wegesrand stehenbleiben. Was natürlich zu dieser Jahreszeit einige sind, oben das Knabenkraut als prominenteres Beispiel.

Oder einfach ein Weilchen dem Fließen des Wassers zusehen und lauschen.


Und hinter jeder Wegbiegung ein neues Panorama, einen neuen Ausblick sehen und festhalten. Die drei Filme mit den diversen Panoramen befinden sich derzeit in Entwicklung, als kleiner Vorgeschmack muss daher ein Anblick aus Hindelang genügen.


Berge sind schon beeindruckend :). Ziel des Tages war das Kutschenmueseum in Hinterstein mehr sachliche Auskünfte erteilt die Wikipedia: Kutschenmuseum Hinterstein. Mein Eindruck: ich fühlte mich an einen Fotoband aus den USA erinnert, dessen genauer Titel mir gerade nicht einfallen will, 'Private Worlds' in etwa.
Ein unglaubliches Sammelsurium an Alltagsgegenständen, Kitsch, Kunst und ja, auch Kutschen. Vielleicht nicht fach-und sachgerecht, aber dafür liebevoll angeordnet und präsentiert, mit vielen Details. Wie dieses private Museum allerdings durch die Bauämter gekommen ist, ist mir nach wie vor ein Rätsel, aber das ist ein anderes Thema.
Von daher Themenwechsel.
Sonntag mussten wir eine Zwangspause einlegen, das war der einzige, beinahe langweilige Tag - das Wetter war einfach absolut ungnädig und nichts, aber auch nichts verlockte zum rausgehen.
Am Montag lockte dafür der Berg, genauer gesagt das Imberger Horn, das Bad Hindelang gegenüber liegt und luxuriöserweise per Gondelbahn in 10 Minuten zu erreichen ist. Der Abstieg ist über die geteerte Straße nicht ganz so luxuriös, weil nicht wirklich angenehm zu laufen. Aber auch da wieder schöne Aus-und Anblicke. Den Muskelkater übergehe ich jetzte mal ganz dezent, schließlich ist es nicht verwunderlich, wenn man völlig untrainiert plötzlich stundenlang herummarschiert, dass einen danach diverse Körperteile daran erinnern, dass man ja eigentlich Urlaub hat. Zur Kenntnis genommen.
Der letzte Tag brachte einen Ausflug ins Kleine Walsertal mit sich. Es wird empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Sprich Busse. Mit diesen dauert die Fahrt allerdings ca. 2 Stunden, was nicht unbedigt ein Vergnügen ist. Das Panorama dagegen schon und das Essen im Hotel zur Post in Riezlern sehr empfehlenswert.
Auf der Rückfahrt begann es mal wieder zu regnen und so endete unser Urlaub, wie er begann. Rückfahrt im Regen, erst ab Leipzig sahen wir wieder Sonne und Temperaturen von 18 °C statt der morgendlichen 5°C.
Jetzt genieße ich noch ein paar Tage im wesentlichen nichts tun, allerdings steht ab morgen ein zweitägiger Bildhauerkurs an, auf den ich mich schon ganz lange freue - und darüber berichte ich dann, sobald der zu erwartende Muskelkater wieder abgeklungen ist - und die Blasen an den Häden weg sind.
Allen ein schönes Wochenende!


Dienstag, 14. Mai 2013

Wonnemonat Mai

Lang ist's her, dass ich zuletzt einen Eintrag verfasst habe - und nun ist Mai. Ich glaube, Ostern war das letzte wirklich freie Wochenende  - bis ja, bis gestern. Aber der Reihe nach und das ganze als Kurzabriß vorweg - sozusagen als Lebenszeichen.

Und vorher noch eine Impression - der Raps blüht:


Und was ist seitdem geschehen? Nun, das erste Wochenende im Mai stand voll und ganz im Zeichen: Tag der offenen Tür. Das der Termin nur bedingt günstig gewählt war, wussten wir, aber irgendwie war es der einzig passende bis einschließlich Oktober. Wir hatten die Wahl zwischen: wir tun es - oder wir lassen es in diesem Jahr bleiben. Wir haben uns dafür entschieden und das bedeutete jede Menge Vorbereitungen, um alles so herzurichten, dass es einladend, gemütlich und einfach nur schön wurde. Ich denke, das ist uns gelungen und vieles von dem, was im Rahmen der Vorbereitungen erledigt wurde, hat Bestand. Einen etwas ausführlicheren Bericht (mit Bildern) verfasse ich noch.

Zwischendurch hielt Monika eine Lesung in Dessau, in der Ludwig-Lipmann Bibliothek. Im Rahmen dieser Lesung stellte sie das Buch: 
Das grosse Handbuch der Hypnose: Theorie und Praxis der Fremd- und Selbsthypnose von Werner Meinhold vor und erläuterte auch dem zwar kleinen, aber insgesamt interessierten Publikum einige der Themen, unter anderem eben: was ist eigentlich Hypnose? Ich hatte einige meiner Bilder mitgenommen und ausgestellt. Im Anschluß an die Lesung saßen wir noch ein Weilchen mit Frau Weinmann zusammen, der dortigen Leiterin und ließen den Nachmittag noch etwas ausklingen. Durchaus möglich, dass wir dort wieder einmal einkehren, die Räume sind schön und die ganze Athmosphäre angenehm.

Und weiter mit den Vorbereitungen, immer eins nach dem anderen. Im Großen und Ganzen lagen wir gut in der Zeit mit allem und Donnerstag vorher rückte noch Verstärkung an, so dass wir uns am Samstag wirklich ausschließlich um unsere Vorträge kümmern mussten. Danke noch einmal an alle, die - bis zur letzten Minute - so tatkräftig mitgeholfen haben - ohne Euch wäre alles deutlich stressiger und am Ende des Abends nicht so herrlich entspannend gewesen.
Das Wetter spielte mit, bis Freitag abend zitterten wir vor dem angekündigten Regen, der aber freundlicherweise ausblieb und damit die Ankündigung auf dem Programm, nämlich: zwischen den Vorträgen einfach im Grünen abhängen, Realität werden ließ.
Auch zwischen den Voträgen: intuitives Bogenschießen. Ganz ehrlich, mit so einem Andrang hab ich nicht gerechnet, am Ende waren es vier - oder fünf (?) Gruppen à 4 Personen, die nach einer kurzen Einleitung sowohl die Pfeile fliegen lassen als auch eine Rückmeldung geben konnten. Und in den meisten Fällen ganz offensichtlich Spaß an der Sache hatten, frei nach dem Motto: Ziele nicht, dann triffst du - oder auch nicht...

Ich habe von den übrigen Vorträgen nicht viel mitbekommen, laut Résumé war das Publikum interessiert und hatte einiges an Rückfragen gestellt - und um die Blutegel schien sich ein regelrechter Auflauf zu bilden - unsere kleinen Egon Egels :)

Das Buffet, von Renate betreut, war in guten Händen und fand guten Anklang, als ich nach dem Bogenschießen ein leichtes Brummeln im Magen hörte, gab es nur noch Reste - naja, besser als wären Berge übriggeblieben. 

Der Hof war leer, die Türen wurden verriegelt und wir saßen mit dem schwer verdienten Gläschen Wein noch ziemlich lange draußen, gegen die aufsteigende Kühle halfen Decken, bis dann so nach und nach alle in ihre jeweiligen Betten verschwanden, die Anspannung der letzten Wochen war jedenfalls deutlich abgeklungen.

Fazit: für meinen persönlichen Geschmack hätten es ein paar Leute mehr sein dürfen, eine Zählung der Empfangstafel ergab etwas über 50 Personen. Alles in allem aber ein runder Tag, ein schöner Tag mit einem sehr schönen Abschluß. Vielleicht machen wir das doch wieder.
Damit vorerst genug für heute, ich hab jetzt Urlaub und werde sicherlich noch etwas detaiilierter berichten.