Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Sonntag, 28. Juli 2013

Hundstage

Je nach Kalender und Berechnung befinden wir uns in den Hundstagen, so benannt nach dem Sternbild des großen Hundes. Und diese Tage werden mit den heißesten des Jahres gleichgesetzt - was sich zu bewahrheiten scheint. Saß ich am 30.06. noch mit Pullover und Strickjacke am PC, sitz ich jetzt hier im Sommerkleid und warte darauf, dass endlich das angekündigte Gewitter - und vor allem die angekündigte Abkühlung - auch bei uns eintrifft. Auch wenn das bedeutet, dass unser Tor seinen zweiten Anstrich erst am Dienstag bekommt. Immerhin sieht es jetzt schon deutlich frischer aus als vorher, der Arbeitseinsatz hat sich definitv gelohnt.
Was hab ich in diesem Monat gelernt? Unter anderem, wie man aus Brennesselfasern Schnur dreht - nicht nur intellektuell, sondern tatsächlich. Mein erster Versuch trocknet gerade unter Last. Gezeigt wurde mir das von Alexandra, geübt haben wir mit kleinen, sehr trockenen Abschnitten, die zwar sehr dünn, aber auch sehr kurz waren. Legt man die Stengel noch einmal in Wasser, werden die Fasern länger, aber auch breiter beim Abreißen. Damit sieht die Schnur nicht sonderlich zart aus, macht aber einen recht stabilen Eindruck.- Morgen früh weiß ich mehr.
Außerdem wie man Lavendelkränze flechtet, bzw. bindet. Habe ein etwas kleineres Exemplar komplett fertiggestellt und beim zweiten Exemplar dann mangels Lust die fehlende Hälfte mit Sonnenhutblüten ergänzt.





Im frischen Zustand sieht das so aus, ich fürchte aber, die Blüten werden sich nicht allzulange halten. 

Und da aller guten Dinge drei sind, weiß ich jetzt auch, wie Pflanzenfarben zum Malen hergestellt werden. Diese Farben sind dann wie Aquarellfarben zu behandeln und sehr ergiebig, allerdings ist die Herstellung auch nur eines kleinen Töpfchens sehr aufwendig. Also zeitaufwendig. Die Blechschatulle mit einem ganzen Satz an Farben ist jedenfalls ein sehr kostbares Geschenk :) Bleibt mir nur, endlich mal außer dem bisher gesammelten Mohn noch weitere Blüten zu sammeln und dann auch zu verarbeiten, die Mörser stehen schon bereit.
Wo Natur und Kunst sich treffen ;)




Montag, 22. Juli 2013

Monatsrückblick

Bei hochsommerlichen 30°C sitze ich doch lieber im angenehm kühlen Haus und schreibe ein paar Zeilen über die letzten Wochen, statt die Wiese zu mähen.
Nachdem es in den letzten zwei Wochen bei Temperaturen um die 20°C, maximal 25°C und einer nächtlichen Abkühlung bis teilweise 12 °C gut auszuhalten war, ist der Hochsommer auch hier angekommen. Allerdings war vor kurzem auch schon der kommende Winter bereits im Gespräch und mit Verblüffung musste ich feststellen, dass das Jahr schon deutlich fortgeschrittener ist, als ich so wirklich wahrgenommen habe. Aber ein paar Wochen bleiben ja noch.

Der auf unserer Homepage immer noch präsente Naturheilkundetag in Bad Belzig ist Geschichte und war eine interessante Erfahrung. Er fand am ersten, wirklich schönen Sommertag in der Belziger Steintherme statt, die auch just an diesem Tag wiedereröffnet wurde. Schlechtes Timing, um ehrlich zu sein. Samstag, schönes Wetter nach wochenlangem Regen lockte die Menschen sicherlich überall hin, aber kaum in die Therme und so verbrachten wir den Tag im Wesentlichen damit, uns gegenseitig an den Ständen zu besuchen und auszutauschen. Der Austausch war dafür sehr anregend, inspierend und alles in allem können wir sagen, dass es sich gelohnt hat, dort unseren Stand aufzubauen.


Monika und Juliane am Stand - ein Ausschnitt
Uns liegen bereits Einladungen zu weiteren Naturheilkundetagen vor, von denen wir sicherlich die ein oder andere auch annehmen werden. Vielleicht sehen wir uns dort einmal?

Neues vom Hof: es ist Erntezeit. Im wesentlichen Ernte der zahlreichen Johannisbeeren, inzwischen sind diese alle versorgt und zu Saft, Gelee oder Kompott verarbeitet. In der Scheune trocknen die ersten Kräuter (Minze, Schafgarbe und Lavendel, ganz viel Lavendel) und die zweite Ladung wächst noch fröhlich im Garten und kann dank des Wetters noch ordentlich Sonne tanken und damit Wirkstoffe.

Zwei Blütenbilder aus einer großen Auswahl:



Wir haben reichlichen Besuch von Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und zahlreichen Faltern, besonders begehrt ist der blühende Borretsch (und natürlich der Lavendel). Die Süßkirschernte fällt in diesem Jahr zum zweiten Mal im wesentlichen aus. Im letzten Jahr wurden kaum Kirschen angesetzt, in diesem Jahr war der Ansatz gut, dafür wurden dann später fast alle Kirschen abgeworfen und nun wird der Rest ab und zu zum direkten Vernaschen vom Baum geholt. Die Sauerkirschen haben zwar gut angesetzt, die Kirschen sind aber sehr klein und nicht wirklich lecker.
Auch die Bohnen, die mir vor 2 Jahren irgendwann zu den Ohren raushingen, sind in diesem Jahr zögerlich - alles in allem fehlte der April als Gartenmonat und der Winter war zu lang.

Dem lieben Besuch aus der Schweiz gelang es doch tatsächlich, mich einmal vom Hof zu entführen und mir eine Sehenswürdigkeit in nächster Nähe zu zeigen. Also, vermutlich war es das, was wir gesucht haben. In der Nähe von Raben soll es nämlcih einen Steinkreis geben, den wir zwar nicht gefunden haben, dafür aber den ausschlaggebenden Stein, den Sitz des Schamanen.


Ist er das?

Also jedenfalls vermuten wir, dass dieser Stein den Sitz des Schamanen darstellt, falls jemand dazu genaueres weiß, freue ich mich über einen Kommentar. Die am Fuß des Steins befindliche Milan(?)feder sah eigentlich mit Absicht dorthin gelegt aus. Jedenfalls war es ein netter Ausflug in den Abendstunden mit einem schönen Blick in die Landschaft.






Allen einen guten Start in die Woche - bis zum nächsten Mal!