Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Sonntag, 13. Juli 2014

Fläming Aktiv 2014

ist zwar inzwischen auch schon wieder zwei Wochen her, aber in diese Zeit fiel die Feier von Monikas 70. Geburtstag mit allen Vor- und Nachbereitungen, die so eine Feier inklusive der diversen Gäste im Haus so mit sich bringt, nicht zuletzt die Geschirrberge durch die Gegend tragen und sortieren, was denn nun in welche Küche gehört. Dann noch 4 Tage arbeiten, endlich mal den eigenen Haushalt erledigen. Alltag also, könnte man meinen - abgesehen davon, dass sich so richtiger alltäglicher Allltag hier eher selten blicken lässt. Ich sehe ihn jedenfalls eher selten und bin auch ganz froh darüber.

Aber nun zur Rückschau auf Fläming Aktiv 2014.

Es begann am Donnerstag, als Monika, Juli und ich uns zusammensetzten, um dann doch mal die Details zu besprechen und letzte Vorbereitungen zu treffen. Das hat uns bis abends um halb 9 auf Trab gehalten - ich kann nur sagen - es hat sich gelohnt. Aber dazu später mehr.
Unser Ziel war es, die ganze Bandbreite unseres Angebotes ansprechend zu präsentieren und dank Pavillon, Alutischen, einem Teppich und nicht zuletzt einer guten Position im Hof von Mal's Scheune ist uns das gelungen. 
In letzter Minute auch noch eine Pappzielscheibe eingepackt und damit war es möglich, einigen Interessierten das Bogenschießen auf ein ca. 2 m entferntes Ziel nahezubringen. Unser gesamtes Angebot auf 9 m² präsentiert sah dann so aus:

 









Monika und Juli im entspannten Gespräch
Der absolute Blickfang war natürlich die große Klangschale auf dem grünen Teppich, diese wurde auch gerne ausprobiert.

Unter den Augen eines neugierigen Beobachters lässt Monika die Schale erklingen



Einige weitere Impressionen:

Der Fläming Aktiv Baum machte auch mitten im Hof eine sehr gute Figur, konnte dort aber aus logistischen Gründen nicht bleiben.

Dieter Wankmüller vom Sensthof baut seinen Stand auf

Angeregte Gespräche


Zu Anfangs so es noch recht leer aus auf dem Hof, aber es füllte sich dann noch mit Ständen diverser Initiativen und später auch mit durchaus interessierten Gästen. Monika hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jeden herzlich zum Nähertreten aufzufordern und so kamen wir mit doch einigen Menschen auch ins Gespräch, die an unseren Angeboten interessiert sind, daraus ist bereits eine Veranstaltung entstanden und weitere werden folgen.
Gegen abends um halb 9 packten wir dann etwas müde - es war sehr schwül - aber insgesamt zufrieden unseren Stand wieder ein und fuhren zum Essen, da keiner von uns der Sinn nach Kochen stand.
Damit war für Monika und Juli Flläming Aktiv nach einem Jahr Vorbereitung beendet, für mich ging es am nächsten Tag weiter. Zu Fläming Aktiv gehört nebst der Initiativschau auch der Arbeitseinsatz beim letztjährigen Gewinner, hier also auf dem großen Grundstück von Mal's Scheune. Dem vorangegangen waren diverse Treffen für Planungen, die Vorlage derselbigen bei der Unteren Denkmalschutzbehörde - da direkt an das Grundstück der Wiesenburger Schlosspark grenzt und einige Dinge von Amts wegen nicht geschehen dürfern, wie z.B. Sichtachsen zupflanzen.

Zuerst hatte ich den Fläming Aktiv Baum auch in eine Ecke zum Hof gehörend gepflanzt, dann gab es Bedenken wegen der zu gewährleistenden Zufahrt zum Grundstück durch einen Radlader und gegen Mittag war dann klar, wieviel Platz dieser für die Durchfahrt braucht - und damit konnte dann der Baum doch genau dahin, wo ich ihn ursprünglich vorgesehen hatte:


;) - dazu gibt es noch ein aussagekräftigeres Bild, aber später. Ich kann gar nicht genau sagen, wieviele freiwillige Helfer es gab, aber es waren einige Lebensalter vertreten.

Der jüngste freiwillige Helfer begutachtet seine Fundstücke

derweil der Älteste? fleißig mit der Sense Wege und Flächen in die Wiese mähte.
Nebst der absolut leisen Sense war auch Ulrich Jarke nebst Kollege mit einem alles andere als leisen Freischneider sowie einer Kettensäge zugange, was dann Dieter's Sensenlehrling beinahe dazu bewegt hätte, doch wieder zu gehen. Er konnte aber doch zum Bleiben überredet werden und damit entstanden die kleinen Wege und kleine freie Flächen absolut geräuschlos, derweil die großen Flächen unter lautem Getöse freigelegt wurden.
An allen Ecken und Enden wurde angepackt und auch, wenn nicht alles geplante geschafft wurde, war am Ende des Tages doch ganz deutlich zu sehen, welche Möglichkeiten es auf dem Grundstück gibt, Möglichkeiten der Nutzung, des Aufenthaltes und einfach auch nur Genießens.

Unermüdlich am Freischneider

wir stapeln und karren und räumen...

zu einer Sitzecke um den Baum gehört auch eine Bank - mit kleinen Hindernissen
Bevor man sich dann - nach der Baumpflanzung, zu der es gleich noch ein paar Bilder gibt - zu Kaffee und Torte niederließ, fand also eine Begehung der Fläche statt und ich fand mich plötzlich und eher unerwartet von den Teilnehmern derselben fragend angeschaut. Es folgte also eine ad hoc Beschreibung der Planung nebst den Hinweisen darauf, wer denn diesen oder jenen Bereich am heutigen Tage erstellt habe. Abends daheim beim Feierabendkaffee fiel mir dann ein, dass ich zwar so ziemlich alle erwähnt hattek, aber ausgerechnet Ulrich Jarke und seinen Kollegen unterschlagen hatte. Die beiden seien damit also an dieser Stelle noch einmal explizit erwähnt und ich hoffe, sie verzeihen mir, dass ich ihre Arbeit nicht noch einmal erwähnt habe. Und das gilt für alle diejenigen, die mir beim erzählen entfallen sind - es war absolut keine böse Absicht!
Ohne die Hilfe der zahlreichen Menschen an diesem Tage wäre aus den ganzen Planungen nichts weiter geblieben als ein Stück Papier - und dafür ist das Grundstück viel zu schön!

So. Der Fläming Aktiv Baum ist aus einer bemerkung von Dorothee entsprungen, gestiftet wurde dieser auch von Ulrich Jarke, es handelt sich um eine als Hochstamm gezogenen Felsenbirne (Amelanchier spec.), die noch ein Weilchen brauchen wird, um dann mal vor Ort den gewünschten Schatten zu spenden.
Gepflanzt werden sollte dieser Baum eben von Malcolm und Claudia, die nach anfänglichen Protesten, sie hätten noch nie einen Baum gepflanzt, dann doch feststellen konnten, dass es nicht soo schwierig ist.
Ach ja, und die Bank wurde auch noch rechtzeitig fertig!




Zuerst wollten wir vor der Baumpflanzung die besagte Kaffeepause einlegen, da sich aber die Leistungsfähigkeit und auch Motivation nach einem heißen und schwülen Tag dann langsam doch dem Ende zuneigte, wurde die Pflanzung vor die Pause gesetzt - was auch ganz gut so war, denn kaum war das Bäumchen in der Erde, begann der Regen zu fallen, der den ganzen Tag immer wieder sein Erscheinen angedroht hatte. Gut sowohl für Baum als auch die Weidenstecklinge!

und deswegen brauchte es eine Brücke über den Graben!
endlich sitzen und Pause!
derweil die nächsten schon den nächsten Tag vorbereiten
Ein insgesamt rundum gelungener Tag mit angenehmen Menschen, die ich ab und zu darauf hinweisen musste, dass Arbeitseinsatz nicht bedeutet: arbeiten bis zum Umfallen! Jede/r so wie möglich und willens.
Ich kam an dem Tag nicht wirklich zu irgendwelchen Arbeiten außer hier und da mal ein bisschen stapeln oder räumen und irgendwann gab ich es dann auch auf, mir etwas zu suchen - es kam gefühlt alle 5 Minuten jemand vorbei und wollte wissen, wie und wo denn dieses oder jenes zu tun sei...
Müde, aber zufrieden war ich des Abends trotzdem.
:)
Sonntag zu einer zivilen Zeit begann die Open Space konferenz, in deren Rahmen auch der Wanderpokal übergeben wird. Ich saß bei einer Gruppe dabei, um festzustellen - bin heute nicht sehr konstruktiv und fahre daher nach Hause, dem Gesetz der zwei Füße folgend.
Daher nur 2 Bilder zum Abschluß:

Übergabe des Wanderpokals an den Gewinner - Landgut Lübnitz

Gruppenfoto mit den ersten 3 Plätzen
Ein insgesamt schönes Wochenende, ich muss doch bald mal nach dem Bäumchen schauen!
Wünsche damit allen heute ein spannendes WM-Finale und morgen einen guten Start in die neue Woche!

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