Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Samstag, 23. August 2014

Ich brauche wohl noch eine Tasse

mit der Aufschrift: Hat jemand das letzte Jahr gesehen? Bitte bei mir abgeben, danke...
Ein Kurzüberblick über die letzten, inzwischen 4 Wochen: diese Woche viel Zeit mit Bürotätigkeiten zugebracht, dabei endgültig meinen Laserdrucker beerdigt (nach 10 oder 15 Jahren? Jedenfalls R.I.P.), mich mit Elster herumgeschlagen und kann als einzig Produktives verkünden, dass ich eins meiner drei Scheunentore mit einem neuen Anstrich versehen habe. Immerhin. Das war KW 34.
KW 33 ging mit Gartenarbeit und der Vorbereitung der Tore drauf, allerdings war das Wochenende ein sehr produktives und schönes, es fand eine Neuauflage des Steinbildhauens statt und dazu erzähle ich noch ein bisschen ausführlicher.
KW 32 beinhaltete Arbeiten außer Haus, ein bisschen Büro und Vorbereitungen für das Parkfest in Wiesenburg, im wesentlichen Bau eines Holzpferdes. Auch dazu noch mehr.
Die Wochen davor war meine Kräuterhexenzeit, das Sammeln, trocknen und weiteres Verarbeiten von Heil-, bzw. Teekräutern nimmt doch einiges an Zeit in Anspruch.

Zum Parkfest: organisiert und angestossen hatte Maik das ganze, der ehemaliger Leiter der Jugendfeuerwehr in Lehnsdorf ist. Für die dort verbrachte Zeit von 14 - 18 Uhr waren wir beide von 10 - 19 Uhr beschäftigt, vom Zeitaufwand des Holzpferdchens mal ganz zu schweigen. Aber das Pferdchen bleibt mir ja erhalten. Darf ich also vorstellen:

Equus pinabies

Der Name setzt sich zusammen aus den botanischen Namen von Kiefer und Fichte, da ich nicht so ganz genau weiß, mit welchem Holz ich es zu tun habe. Das Halfter wurde mir von Susann zur Verfügung gestellt und machte die ganze Sache rund :)

Es handelt sich hier sozusagen um mein Urpferdchen, eine etwas weiter entwickelte Art ist in Gedanken bereits fertig, aber zuerst einmal kann es eine Weile seinen Dienst bei mir tun. Wirklich zum Einsatz kam es nur selten, aber es zog doch einige Blicke auf sich.

Auf dem Bild ist der an diesem Tag ausdauernste Bogenschütze zu sehen, der sich auch nach und nach daran traute, dem ein oder anderen zu zeige, wie man denn den Bogen und die Pfeile richtig hält. Ein sehr angenehmer und pflegleichter Kollege :)


Zugegebenermaßen ist der Bogen vielleicht noch ein klitzekleines bisschen zu groß, aber zu dritt ging auch dieser Pfeil auf Reisen. Meine Kinderbögen hatte ich schlichtweg vergessen...
Maik und ich hatten bis auf eine kurze, vielleicht 10-minütige Atempause keine Chance, uns von unserem Platz aus wegzubewegen, so groß war der Andrang.
Alle, egal ob Kinder oder Eltern, waren ausgesprochen freundlich, neugierig und es haben sich auch alle an die Regeln zur eigenen Sicherheit gehalten.
Nicht wirklich überzeugend war dagegen der Artikel über das Parkfest, in dem vom 'Bogenschießen mit dem Löschnachwuchs Lehnsdorf' die Rede war. Ich vermute, die Übersetzung soll sein: Jugendfeuerwehr - na, dann schreibt es doch auch einfach so...
Klar ist jedenfalls: sollten wir oder ich im nächsten Jahr wieder dazu eingeladen werden, dann kommen wir nur mit Verstärkung.

Da war das Steinbildhauen deutlich entspannter. Hier war ich ja nur Teilnehmerin und musste mich ausschließlich um meinen Stein kümmern. Als Neuerung gab es am Freitag eine Einführung in Form einer Traumreise und die Möglichkeit, den Stein bereits auszusuchen, was zum einen die Gruppe früher vereinte und zum anderen die Möglichkeit bot, des Nachts nochmal vom Stein zu träumen - was wohl auch der oder die ein oder andere taten.

Ich habe nicht vom Stein geträumt, aber mein Stein träumte von Katzen in Bäumen, also machte ich mich daran, das auch mit meinen Möglichkeiten herauszumeißeln.

Stein im Originalzustand

Bärkatz und erster Ast
Bärkatz und Baum

Sonntag stand ich dann vor der Frage: verfeinere ich die Proportionen der Beine, versuche ich noch einmal, dem Gesicht etwas mehr Katziges zu geben oder mache ich aus dem runden Rücken, der mich gleich am Anfang zum Streicheln veranlasst hat, einen echten Streichelrücken?
Schleifpapier gewann und nach einigen letzten kleinen Meißeleien am Gesicht sorgte ich dafür, dass der Rücken wirklich streichelbar ist. Was unter anderem den Effekt hatte, dass immer wieder jemand aus der Gruppe zum Stein streicheln stehenblieb. Ich muss gestehen, ich bin selbst überrascht davon, wie glatt sich dieser Stein polieren lässt, einige Stellen habe ich bis zum Glanz gebracht, jedenfalls im Sonnenlicht. Auch wenn sich der Stein virtuell nicht streicheln lässt, wird doch im oberen Bild der Kontrast zwischen geschliffen und gebrochen sicherlich deutlich. Und natürlich habe ich mir noch einen Stein mit nach Hause genommen, schließlich liegt der Steinbruch in Salzhemmendorf nicht wirklich um die Ecke :(
jetzt liegen hier 3 Steine, ein angehender Elefant, eine Art Huhn und ein Drache auf einer Bergspitze. Ich kann davon noch keine Bilder zeigen, weil diese Figuren noch im Stein stecken und ich sie erst einmal herausholen muss - aber gesehen habe ich sie schon. Im nächsten Jahr soll es wieder einen Kurs geben - na da bin ich doch dabei!
Und meine liebe Freundin Solveig, die es mit ihrem noch in der Rohfassung gezigten Löwen in die Zeitung geschafft hat, auch - es war ein wunderschönes Wochenende mit Stein, Quiche und Rotwein - bis zum nächsten Mal!

Wer meinen Katzbären selbst einmal streicheln möchte, kann dies am Tag der offenen Tür am 6. September bei uns ins Lehsdorf tun - und noch vieles mehr - also? Kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch!
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende - bis zum nächsten Eintrag!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen