Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Dienstag, 30. September 2014

Apfelfest in Raben - Naturparkzentrum

'Wie einst bei Willhelm Tell' stand als Überschrift in der MAZ zur Ankündigung obiger Veranstaltung. Hab mir wirklich Mühe gegeben mit meiner Apfelzielscheibe, aber muss im Nachhinein gestehen, etwas mehr Farbe hätte den Eindruck eines Apfels sicherlich noch verstärkt. Nunja, sie hat immerhin funktioniert. Auch die Pfeile meines Kaya blieben stecken und gingen nicht durch (nur ab und an daneben, aber das lag dann an mir).
Samstag und Sonntag bei allerschönstem Wetter auf der großen freien Wiese gegenüber des Naturparkzentrums Raben zugebracht und Bogenschießen angeboten.


Das Naturparkzentrum. Ein großer Teil des Angebotes befand sich wohl hinten auf dem Hof, ich habe es nicht geschafft, dort einmal vorbeizuschauen, immer dann, wenn ich es vorhatte, wurde ich dann doch beim Bogenschießen erwartet. Monika brachte aber Flammkuchen, sowohl klassisch als auch Apfel, vorbei und frischgepressten Apfelsaft, alles sehr lecker, und erzählte davon - vielleicht schaff ich es im nächsten Jahr.






Was morgens noch so aussah - und 2 Autos für den Transport brauchte - sah nach ca. 1 Stunde schon deutlich aufgeräumter aus.






Da hatte ich noch nicht alles abgesperrt, kurz danach war dann klar und deutlich: hier nicht durchlaufen! Die Wiese wird erstaunlich wenig zum Begehen benutzt und eignet sich dafür prima zum Bogenschießen. Auf dem Foto nicht klar erkennbar die Tatsache, dass das Gelände nach rechts hin ansteigt und damit eine weitere Sicherheit beim Schießen bot. Abgesehen davon, dass da immer noch 2 Pfeile irgendwo unter der Grasnarbe verschollen sind, konnten alle anderen Pfeile wieder aufgefunden werden. Fazit: für Ausflüge ins Gelände nur noch Leuchtfarben bei den Federn!
man lebt und lernt...
Der Besucherandrang war nicht wirklich groß, Samstag noch geringer als Sonntag, aber 40 Interessenten hatten sich dann doch eingefunden, einige mit, die meisten ohne Vorkenntnisse und von 3 Jahren bis ca. Mitte 40 war an Alter auch alles dabei. Dem 3jährigen war es auch egal, wie weit die Pfeile flogen, aber sie flogen und nachdem wir den ersten Pfeil noch gemeinsam auf die Reise geschickt hatten, sandte er die anderen 4 alleine los. Und freute sich darüber. Es sagten eigentlich auch alle, dass sie Spaß daran hatten, was mich natürlich auch freut. Sogar dem Daumenschützen, für den ich nun gar nicht ausgerüstet war, hat es Spaß gemacht.
Trotz des eher mäßigen Zulaufs - es fand gleichzeitig der Rabensteiner Herbst - Mittelalterfest auf der Burg statt, natürlich auch mit Bogenschießen, waren es insgesamt zwei ganz angenehme Tage. Monika hat mich tatkräftig unterstützt und ab und zu Menschen in die Klangschale eingeladen und so hatten wir im Großen und Ganzen eben ein schönes Wochenende. Anstrengend war es allerdngs doch und professionelle Schaustellerin steht nach wie vor nicht auf der Liste meiner Berufswünsche, aber ich mache sicherlich wieder eimal mit.
Am kommenden Wochenende in Bad Belzig zur Eröffnung einer Praxis für Kunsttherapie zum Beispiel wieder. Und im nächsten Jahr möglicherweise auch in Reetz, auf den unendlichen Weiten des Ökohofs. Soviel kristallisierte sich im Rahmen eines Gespräches mit Dieter Wankmüller und Nikolas Hübner bereits heraus. Ich freue mich darauf :)

Das namenlose Holzpferdchen musste nun auch wieder mit

Da hat sich das Tagpfauenauge leider getäuscht...
Allen noch eine gute Woche, bis zum nächsten Mal!

Sonntag, 7. September 2014

Geschirr-Schnitzeljagd und -memory

ist eins der Beschäftigungen, die nach einem Tag der Offenen Tür anstehen. Wir haben sowohl aus eigenen Haushalten als auch aus diesem Berge an Kaffee- und Teegeschirr sowie eine ansehnliche Sammlung an Sammeltassen. Es handelt sich aber nicht immer um vollständige Services und ganz abgesehen davon ist natürlich auch im alltäglichen Alltag einiges im Einsatz. Mit dem Erfolg, dass zu geplanten Großveranstaltungen - oder zumindest größeren - fast alles an Geschirr zusammengetragen wird, sich im Laufe des Einsatzes vermischt und zum Abwasch sowieso platzgünstig zusammengestapelt wird. Der Effekt ist ein heilloses Durcheinander an Tassen, Untertassen, Tellern, Zuckerdöschen, Milchkännchen und Kaffee- bzw. Teekannen, die es hinterher wieder zusammenzutragen gilt.
Ich schrieb ja: fast alles an Geschirr wird zusammengetragen. Das ist die Ursache für die Schnitzeljagd. Steht das dazugehörige Teil vielleicht in der Geschirrkammer? in einem unserer Schränke, befindet es sich womöglich noch in einer der zahlreichen Umzugskartons, weil es beim Einpacken in einen anderen Karton geraten ist als der Rest? Oder fehlt es schlicht?
Die letzten zwei Thesen habe ich nicht immer auf die Probe gestellt, dafür sind der Kartons noch zuviele, womit sich die letzte These ohnehin nicht abschließend klären lässt, jedenfalls nicht sofort.
Es fanden sich aber immerhin - unerwarteterweise - zwei vollständige Services zsuammen und bei einigen anderen bin ich mir beinahe sicher, eine Nachforschung in den bereits erwähnten Kartons könnte das ein oder andere fehlende Stück doch noch zu Tage bringen. Ich schreib es mir mal auf meine to-do Liste.
Interessanterweise bewies die Wettervorhersage zu gestern eine beinahe 100%Ige Trefferquote. Es war ab 17:00 Uhr Gewitter angekündigt. Und wahrlich,Punkt 17 Uhr, als die Besucher gerade allmählich ihren Besuch beendeten, grummelte es laut und vernehmlich aus Richtung Wiesenburg. Diese Vorwarnung war ausreichend früh, so dass alles, was nicht nass werden sollte, doch in aller Ruhe verräumt werden konnte.
Den Tagesabschluss mit Sekt und Tee bei Käseplatte konnten wir noch draußen einnehmen, trotz Regen, da man unterm Vordach des Stalles vergleichsweise geschützt im Trocknenen sitzt. Es war ziemlich gemütlich da, bis das Gewitter sich irgendwann direkt über unseren Köpfen austobte und wir es dann doch vorzogen, die Runde im Haus fortzusetzen.

Lange Vorrede, das Pferd von hinten, nämlich dem Ende her, aufgezäumt und das alles zum Thema Tag der Offenen Tür. Gestern.






Unsere sorgfältige Planung wurde recht bald über den Haufen geworfen und wir fragten uns alle, auf wessen Mist - und warum - die Idee gewachsen war, diesen Tag um 10 Uhr beginnen lassen zu wollen. Antwort: es hat sich irgendwie eingeschlichen und keine hat's bemerkt. Machen wir im nächsten Jahr anders.
Abgesehen davon wurde von unseren Angeboten im wesentlichen jeweils eins von jeder ausgewählt. Monika und ihre Klangschalen, Juliane und die Aquarellfarben aus Blüten und mein Bogenschießen. Habe also von 13:00 bis 16:45 Uhr immer wieder erklärt, wie ein Pfeil einzulegen ist, man den Bogen hält, spannt, auf das Ziel schaut. irgendwann loslässt und nach Möglichkeit zwischendurch die Luft nicht anhält.
Am ausdauernsten war ein Mädchen, die mir nur gerade so 15 Minuten Pause zwischendurch zugestehen konnte - ich musste doch endlich mal die extra für mich gebackene Schokotorte probieren! aber Spaß hatten augenscheinlich alle daran.
Die extra und ausschließlich für diesen Tag eingerichtete Teestube, die Juliane an diesem Tag geführt hat, wurde von allen mit Begeisterung angesehen und kommentiert, getrunken wurde dann aber doch lieber draußen. Bei dem schönen Wetter verständlich. Es wird mir richtig leid tun, sie wieder abzubauen. Bilder davon folgen.
Monika gab dann zum Tagesausklang eine Demonstration einer Klangschalenmassage vor durchaus interessierten Publikum und so hatten wir alle Gelegenheit unsere Arbeit zu präsentieren.
Zwischendurch ergaben sich immer wieder angeregte Gespräche, gemütliches Beisammensitzen im Hof und alles in allem war es ein Tag, der sich gelohnt hat. Im nächsten Jahr in Neuauflage, aber dann erst ab Nachmittag und vielleicht am Sonntag, mal sehen.
In den nächsten Tagen werden peu à peu alle Dinge wieder dahingetragen, wo sie hingehören, damit am kommenden Samstag alles wieder aufgeräumt ist, da dann die nächste und in diesem Jahr letzte Kräuterwanderung stattfindet.
Noch einen schönen Restsonntag, bis dahin :)