Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Sonntag, 7. September 2014

Geschirr-Schnitzeljagd und -memory

ist eins der Beschäftigungen, die nach einem Tag der Offenen Tür anstehen. Wir haben sowohl aus eigenen Haushalten als auch aus diesem Berge an Kaffee- und Teegeschirr sowie eine ansehnliche Sammlung an Sammeltassen. Es handelt sich aber nicht immer um vollständige Services und ganz abgesehen davon ist natürlich auch im alltäglichen Alltag einiges im Einsatz. Mit dem Erfolg, dass zu geplanten Großveranstaltungen - oder zumindest größeren - fast alles an Geschirr zusammengetragen wird, sich im Laufe des Einsatzes vermischt und zum Abwasch sowieso platzgünstig zusammengestapelt wird. Der Effekt ist ein heilloses Durcheinander an Tassen, Untertassen, Tellern, Zuckerdöschen, Milchkännchen und Kaffee- bzw. Teekannen, die es hinterher wieder zusammenzutragen gilt.
Ich schrieb ja: fast alles an Geschirr wird zusammengetragen. Das ist die Ursache für die Schnitzeljagd. Steht das dazugehörige Teil vielleicht in der Geschirrkammer? in einem unserer Schränke, befindet es sich womöglich noch in einer der zahlreichen Umzugskartons, weil es beim Einpacken in einen anderen Karton geraten ist als der Rest? Oder fehlt es schlicht?
Die letzten zwei Thesen habe ich nicht immer auf die Probe gestellt, dafür sind der Kartons noch zuviele, womit sich die letzte These ohnehin nicht abschließend klären lässt, jedenfalls nicht sofort.
Es fanden sich aber immerhin - unerwarteterweise - zwei vollständige Services zsuammen und bei einigen anderen bin ich mir beinahe sicher, eine Nachforschung in den bereits erwähnten Kartons könnte das ein oder andere fehlende Stück doch noch zu Tage bringen. Ich schreib es mir mal auf meine to-do Liste.
Interessanterweise bewies die Wettervorhersage zu gestern eine beinahe 100%Ige Trefferquote. Es war ab 17:00 Uhr Gewitter angekündigt. Und wahrlich,Punkt 17 Uhr, als die Besucher gerade allmählich ihren Besuch beendeten, grummelte es laut und vernehmlich aus Richtung Wiesenburg. Diese Vorwarnung war ausreichend früh, so dass alles, was nicht nass werden sollte, doch in aller Ruhe verräumt werden konnte.
Den Tagesabschluss mit Sekt und Tee bei Käseplatte konnten wir noch draußen einnehmen, trotz Regen, da man unterm Vordach des Stalles vergleichsweise geschützt im Trocknenen sitzt. Es war ziemlich gemütlich da, bis das Gewitter sich irgendwann direkt über unseren Köpfen austobte und wir es dann doch vorzogen, die Runde im Haus fortzusetzen.

Lange Vorrede, das Pferd von hinten, nämlich dem Ende her, aufgezäumt und das alles zum Thema Tag der Offenen Tür. Gestern.






Unsere sorgfältige Planung wurde recht bald über den Haufen geworfen und wir fragten uns alle, auf wessen Mist - und warum - die Idee gewachsen war, diesen Tag um 10 Uhr beginnen lassen zu wollen. Antwort: es hat sich irgendwie eingeschlichen und keine hat's bemerkt. Machen wir im nächsten Jahr anders.
Abgesehen davon wurde von unseren Angeboten im wesentlichen jeweils eins von jeder ausgewählt. Monika und ihre Klangschalen, Juliane und die Aquarellfarben aus Blüten und mein Bogenschießen. Habe also von 13:00 bis 16:45 Uhr immer wieder erklärt, wie ein Pfeil einzulegen ist, man den Bogen hält, spannt, auf das Ziel schaut. irgendwann loslässt und nach Möglichkeit zwischendurch die Luft nicht anhält.
Am ausdauernsten war ein Mädchen, die mir nur gerade so 15 Minuten Pause zwischendurch zugestehen konnte - ich musste doch endlich mal die extra für mich gebackene Schokotorte probieren! aber Spaß hatten augenscheinlich alle daran.
Die extra und ausschließlich für diesen Tag eingerichtete Teestube, die Juliane an diesem Tag geführt hat, wurde von allen mit Begeisterung angesehen und kommentiert, getrunken wurde dann aber doch lieber draußen. Bei dem schönen Wetter verständlich. Es wird mir richtig leid tun, sie wieder abzubauen. Bilder davon folgen.
Monika gab dann zum Tagesausklang eine Demonstration einer Klangschalenmassage vor durchaus interessierten Publikum und so hatten wir alle Gelegenheit unsere Arbeit zu präsentieren.
Zwischendurch ergaben sich immer wieder angeregte Gespräche, gemütliches Beisammensitzen im Hof und alles in allem war es ein Tag, der sich gelohnt hat. Im nächsten Jahr in Neuauflage, aber dann erst ab Nachmittag und vielleicht am Sonntag, mal sehen.
In den nächsten Tagen werden peu à peu alle Dinge wieder dahingetragen, wo sie hingehören, damit am kommenden Samstag alles wieder aufgeräumt ist, da dann die nächste und in diesem Jahr letzte Kräuterwanderung stattfindet.
Noch einen schönen Restsonntag, bis dahin :)

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