Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Sonntag, 23. November 2014

Sonne und Plusgrade

so ein Wetter wünsche ich mir auch für den nächsten Sonntag, wobei - Hauptsache Sonne! Am ersten Advent besuchen wir zum ersten Mal den Adventsmarkt in Reetz, der dieses Jahr bereits zum 6. Mal abgehalten wird. Veranstaltet von Dieter Wankmüller auf dem Ökozentum Sensthof und unterstützt von Mitgliedern des OeLaLa.
Im ersten Jahr wurden wohl sämtiche Erwartungen übertroffen, wie Dieter auf seiner Homepage berichtet:
Adventsmarkt Reetz 2009

Ich bin gespannt, wie es in diesem Jahr wird. Ich werde ein paar Kleinigkeiten aus unserem Sortiment anbieten und Monika nimmt wieder ihre große Klangschale mit, um alle zu einem sanften Beklungen-werden einzuladen.  Eine gute Gelegenheit, im beginnenden Trubel der Adventszeit ein paar Augenblicke der Entspannung zu genießen, seid also herzlich dazu eingeladen!

Das Programm

Der Sensthof von außen
Blick auf den Hof
Dieter Wankmüller hat sich einen Hof ausgesucht, dessen Größenordnung unseren noch deutlich übersteigt und wünscht sich eine Wohn- und Lebensgemeinschaft im Alter, mit interessierten und engagierten Menschen. Sein Projekt ist wie unseres noch im Entstehen. Nach dem ersten Kennenlernen sind wir gespannt, in welcher Art und Weise wir uns gegenseitig unterstützen können, nach dem Motto: nicht Konkurrenz, sondern gemeinsames Aufbauen und Arbeiten an unterschiedlichen Orten.
Wer also einmal ein Projekt anderer Ausrichtung und Größenordnung kennenlernen möchte, sei herzlich eingeladen, am kommenden Sonntag nach Reetz fahren und sich damit für einen der zahlreichen Adventsmärkte zu entscheiden. Ich freue mich jedenfalls darauf!

Allen einen schönen Sonntag und morgen einen guten Start in die Woche!

Montag, 17. November 2014

Seife

oder auch: erste versuche, mit fertigen Seifenflocken und diversen Zusatzstoffen nach Lust und Laune (und unter Hilfe eines Buches) unterschiedliche Seifen herzustellen. Ganz wichtiger Tip aus dem Buch: keine Kuhmilch verwenden, das geht wohl meistens schief. Stattdessen Ziegenmilch - ok, wenn ich im nächsten Jahr in die echte Seifenproduktion einsteige, werde ich den Rat beherzigen.
Bisher entstanden: Ringelblumenseife, Lavendelseife und Kaffeeseife. Die Ringelblumenseife als kleine Muffins verpackt, Lavendel-und Kaffeeseife einfach ausgestochen.
In meiner Küche stapelte sich ziwschendurch einiges an Töpfen, Bechern und sonstigen Gefäßen zum Abwiegen und Bereithalten der einzelnen Zutaten. Inzwischen ist alles wieder abgewaschen und bereit für den vorerst letzten Versuch, diesmal eine Minzeseife.
Die Kaffeeseife war übrigens eine Notlösung. Ich dachte eher an eine weihnachtliche Seife, die ich ausnahmsweise mit ätherischen Ölen versetzen wollte. Als Farbe schwebte mir ein schönes Rot vor und dafür hatte ich aus Stockrosenblüten einen schön tiefroten Sud gekocht. Aber kaum in die Seife gekippt, gab es einen Farbumschlag - nichtmal zu blau, damit hätte ich ja noch leben können, nein, zu braun. dazu passte meine ganze Planung bezüglich der ätherischen Öle so gar nicht, also fix das schlaue Buch aufgeschlagen und unter dem Stichwort Kaffee die Rettung der Seife gefunden - Kaffeeseife.
Und nun sieht die Farbe gar nicht mehr so unpassend aus ;)

Die Lavendelseife ist ungefärbt, die letzten Reste, aus denen sich nichts mehr ausstechen lassen wollte, habe ich zu kleinen Kugeln verarbeitet und die einfach noch einmal in Lavendelblüten gerollt.

Lavendelseife

Lavendelseifenkugel

Café Crema Seife
Die Seifenflocken sind unparfümiert und auch mit den diversen Zuschlagstoffen riechen sie unaufdringlich. Da ich mir ja die ganzen Seifenreste immer wieder von den Händen waschen musste, habe ich mir doch ziemlich oft die Hände gewaschen heute und muss sagen, die Basisflocken sind eine gute Qualität, meine Haut ist trotz der ganzen Wascherei nicht ausgetrocknet. So wünsche ich mir Seife :)
Nun müssen die ganzen Stückchen trocknen, mal sehen, wie lange das dauert. Es hat Spaß gemacht, dieses - hm, noch ein bisschen von diesem und von jenem - und nun freue ich mich erst recht darauf, Seife einmal ganz selbst herzustellen.

Sonntag, 16. November 2014

nur noch 6 Wochen

bis zum Jahresende 2014. Die Zeit ist wie immer verflogen, aber ich denke, wir haben sie gut genutzt. Als letzte Aktivitäten stehen in diesem Jahr noch zwei Adventsmärkte an, einmal am 30.11.2014 auf dem Sentshof, dann am 06.12.2014 in Bad Belzig in der Marienkirche. Danach ist dann Winterpause und hoffentlich mehr Zeit zur Reflektion und außerdem ganz wichtig: Erholung.
Zu den Märkten: ich habe einen Bericht des 1. Marktes (2009) in Reetz gefunden - und bin gespannt, wie sich der Markt bis zu diesem Jahr entwickelt hat:
Adventsmarkt Reetz 2009

Ich fahre im Lauf der nächsten Woche noch einmal vorbei, um mir genau anzusehen, wo wir unseren kleinen Info-,Verkaufs-und Wohlfühlstand aufbauen können. Monika wird ihre große Klangschale mitnehmen und alle Interessierten dazu einladen, einmal hineinzusteigen und sich beklingen zu lassen. Ich bringe wieder Lehm zum Formen mit für alle, die gerne einfach mal ein bisschen herumformen wollen. natürlich dürfen die Ergebnisse dann mitgenommen werden. Zusätzlich arbeite ich gerade an einer kleinen Auswahl von Weihnachtsgeschenken wie Lavendelkissen, kleinen Gestecken und Ähnlichem.
Eine Woche darauf, in der Marienkirche, wird Monika im 'Raum der Stille' abwechselnd lesen und kleine Klangschalenkonzerte durchführen, immer wieder mit den Momenten der Stille. Ich sitze mit Lehm und Ton in der oberen Etage und biete auch da allen Interessierten das Formen an.
Bilder und Berichte werden natürlich folgen. 
Heute findet in unserem Dorfgemeinschaftshaus eine allgemeine Versammlung statt, um die 800-Jahr-Feier im nächsten Jahr wirklich einmal zu planen, langsam wird es ja auch Zeit. Die Theaterproben sind bereits in vollem Gange und nach allem, was Monika mir bisher dazu berichtet hat, dürfte es ein interessantes und abwechslunsgreiches Stück werden. Ich bin gespannt!

Habe heute meinen ersten Versuch der Seifenherstellung (na gut, der Verarbeitung fertiger Flocken) vollzogen udn dabei unter anderem festgestellt, dass heiße Seife Brandblasen hinterlässt, wenn man sie sich schwungvoll auf den Daumen statt in die dafür bereitgestellten Schälchen kippt. Meine erste Variante ist eine Ringelblumenseife mit immerhin selbst geernteten Ringelblumen und ein bisschen von diesem und ein bisschen von jenem. Das nächste wird eine Lavendelseife und im nächsten Jahr möchte ich dann selber Seife sieden, da habe ich dann noch viel mehr Möglichkeiten zum experimentieren. Und kann mich endlich von den meist überparfümierten Seifen, die günstg sind - oder den wenig parfümierten, die dafür ziemlich teuer sind - lösen. Und vor allem kreativ sein :) Ich bin gespannt, ob es klappt und weiß schon, dass ich noch viel mehr Kräuter sammeln und trocknen muss, ergo muss auch noch ein Solartrockner her, mit dem sich dann auch Apfelschnitzel und Ähnliches deutlich leichter trocknen lassen (und kostengünstiger) als in unserem kleinen Dörrapparat.
Und genau für solche Überlegungen, Planungen und auch Bauphasen ist der Winter gut, wnen dafür einfach mal die Muße da ist und die Muse ebenfalls Zeit hat, sich wieder Gehör zu verschaffen :) Im Lärm des Alltags wird sie nämlich leicht überhört.
In diesem Sinne: allen einen schönen Sonntag - trotz Regen - und morgen einen guten Start in die Woche.

Montag, 3. November 2014

November dräut

oder auch nicht? Derzeit ist es noch ziemlich sonnig, wenn auch stürmisch, Regen soll es aber erst ab Ende der Woche geben. Mein Vormittag gehört dem Büro, der Nachmittag dem Garten. Vor lauter Arbeit in den Gärten anderer Menschen blieb meiner etwas auf der Strecke und so langsam möchte ich doch die Kartoffeln aus dem Boden holen. Bevor ich mich aber daran mache, zwischen dem ganzen Wildwuchs nach meinen Kartoffeln zu suchen, noch ein paar Worte zum Wochenende.

Wie ja bereits im letzten Post angekündigt, hatte ich am Freitag einen Auftritt - sozusagen - in Brück und dazu gibt es auch schon einen Bericht mit vielen Bildern - hier: Lutherfest in Neuendorf. Da ist zwar kein Bild von mir dabei, aber man sieht Jan und seine beiden Esel mit den Namen Hannibal und - ausgerechnet - Casper. Casper ist der jüngere von beiden und möchte gerne bei Hannibal dabeisein, Jan brachte ihn dann aber doch noch in Sicherheit, bei den vielen Menschen war es sicherlich sinnvoll. Davon war der Kleine wenig begeistert und machte seinem Unmut mit lautem und wirklich herzerreißendem Klagen Luft. So ein Esel kann aber auch jammern...
Armer Casper!
Wieder fühlte ich mich beim Bogenschießen etwas überannt, aber imerhin waren alle wirklich brav beim Einhalten der Sicherheitsvorkehrungen und achteten auch selber immer darauf, ass wirklich alle Pfeile vershcossen sind, bevor sie - Kinder eben - alle auf die Scheibe zustürmten, um die Pfeile zuückzuholen. Es gingen dabei auch einige zu Bruch, aber nur wenige als Totalschaden. Hinter meiner Scheibe versteckte sich nämlich eine alte Treppe unter lauter Gras und sonstigem, was mir beim Aufbauen nicht wirklich aufgefallen ist und - naja, so ein Holzpfeilchen verträgt es eben nicht so oft, gegen Stein geschossen zu werden. Man lebt und lernt. Mit soviel Andrang hatte niemand gerechnet und es ist auch immer schwer vorher abschätzbar.
Ich kann wieder dasselbe Fazit wie immer ziehen (und steter Tropfen muss doch irgendwann mal den Stein höhlen!): besser zu zweit sein. Das musste auch Doreen feststellen, die für die Kindern Kartoffeldruck angeboten hatte, kaum, dass sie mal einen Augenblick abgelenkt war, landete die Farbe überall, aber weder auf den Kartoffeln, noch auf den Stoffen.
Tja. Es hat aber allen augenscheinlich Spaß bereitet, auch den vereinzelten Erwachsenen, die ich zum Bogenschießen motivieren konnte. Da fiel vor allem beim Vergleich zum Schießen mit olympischen Bögen das intuitive Bogenschießen deswegen positiv auf, weil es deutlich weniger Stress macht mit dem Schießen.
Ziele nicht und so weiter ;)

Wo seid ihr denn, ihr passenden Pfeilchen? (Foto Christina Zesche)

und eins, zwei, drei... mittelalterlicher Tanz
Christina hatte mir einen Umhang zur Verfügung gestellt, aber den fand ich beim Bogenschießen doch eher hinderlich, also stehe ich da ganz und gar unauthentisch herum (ok, der Umhang hätte es auch nicht mehr herausgerissen).
Insgesamt wieder ein schöner Tag, mir hat es auch Spaß gemacht. Damit sind meine Ausflüge in die Schaustellerei für dieses Jahr abgeschlossen, beim Adventsmarkt am 06.12. bin ich nur wieder mit Lehm und Ton unterwegs und Monika mit ihren Klangschalen. Der Tag wird sicher wieder schneller kommen als erwartet. Ab dem 15.12. ist aber endgültig Winterpause angesagt. Ich freue mich doch shcon darauf, bin aber auch gespannt, was die restlichen Wochen des Jahres noch so bringen werden.

Nach einer halben Kanne Kaffee, dem ein oder anderen Keks fühlte ich mich dann auch ausreichend ausgeruht, um mich dem nächsten Punkt auf der Tagesordnung zu widmen, dem write-in um Mitternacht in NaNoWriMo. Es wurden nur zarte 589 Wörterchen, bis mich dann die Müdigkeit endgültig ins Bett fallen ließ, aber in virtueller Gesellschaft via Skype beginnt sich das doch angenehmer als so ganz allein.
Die nächsten Schreibereien finden aber zu gaz regulären Tageszeiten statt, immer so zum Feierabend hin.
Kartoffeln... Ok,ok, ich komm ja schon. In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Start in die Woche :)