Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Montag, 3. November 2014

November dräut

oder auch nicht? Derzeit ist es noch ziemlich sonnig, wenn auch stürmisch, Regen soll es aber erst ab Ende der Woche geben. Mein Vormittag gehört dem Büro, der Nachmittag dem Garten. Vor lauter Arbeit in den Gärten anderer Menschen blieb meiner etwas auf der Strecke und so langsam möchte ich doch die Kartoffeln aus dem Boden holen. Bevor ich mich aber daran mache, zwischen dem ganzen Wildwuchs nach meinen Kartoffeln zu suchen, noch ein paar Worte zum Wochenende.

Wie ja bereits im letzten Post angekündigt, hatte ich am Freitag einen Auftritt - sozusagen - in Brück und dazu gibt es auch schon einen Bericht mit vielen Bildern - hier: Lutherfest in Neuendorf. Da ist zwar kein Bild von mir dabei, aber man sieht Jan und seine beiden Esel mit den Namen Hannibal und - ausgerechnet - Casper. Casper ist der jüngere von beiden und möchte gerne bei Hannibal dabeisein, Jan brachte ihn dann aber doch noch in Sicherheit, bei den vielen Menschen war es sicherlich sinnvoll. Davon war der Kleine wenig begeistert und machte seinem Unmut mit lautem und wirklich herzerreißendem Klagen Luft. So ein Esel kann aber auch jammern...
Armer Casper!
Wieder fühlte ich mich beim Bogenschießen etwas überannt, aber imerhin waren alle wirklich brav beim Einhalten der Sicherheitsvorkehrungen und achteten auch selber immer darauf, ass wirklich alle Pfeile vershcossen sind, bevor sie - Kinder eben - alle auf die Scheibe zustürmten, um die Pfeile zuückzuholen. Es gingen dabei auch einige zu Bruch, aber nur wenige als Totalschaden. Hinter meiner Scheibe versteckte sich nämlich eine alte Treppe unter lauter Gras und sonstigem, was mir beim Aufbauen nicht wirklich aufgefallen ist und - naja, so ein Holzpfeilchen verträgt es eben nicht so oft, gegen Stein geschossen zu werden. Man lebt und lernt. Mit soviel Andrang hatte niemand gerechnet und es ist auch immer schwer vorher abschätzbar.
Ich kann wieder dasselbe Fazit wie immer ziehen (und steter Tropfen muss doch irgendwann mal den Stein höhlen!): besser zu zweit sein. Das musste auch Doreen feststellen, die für die Kindern Kartoffeldruck angeboten hatte, kaum, dass sie mal einen Augenblick abgelenkt war, landete die Farbe überall, aber weder auf den Kartoffeln, noch auf den Stoffen.
Tja. Es hat aber allen augenscheinlich Spaß bereitet, auch den vereinzelten Erwachsenen, die ich zum Bogenschießen motivieren konnte. Da fiel vor allem beim Vergleich zum Schießen mit olympischen Bögen das intuitive Bogenschießen deswegen positiv auf, weil es deutlich weniger Stress macht mit dem Schießen.
Ziele nicht und so weiter ;)

Wo seid ihr denn, ihr passenden Pfeilchen? (Foto Christina Zesche)

und eins, zwei, drei... mittelalterlicher Tanz
Christina hatte mir einen Umhang zur Verfügung gestellt, aber den fand ich beim Bogenschießen doch eher hinderlich, also stehe ich da ganz und gar unauthentisch herum (ok, der Umhang hätte es auch nicht mehr herausgerissen).
Insgesamt wieder ein schöner Tag, mir hat es auch Spaß gemacht. Damit sind meine Ausflüge in die Schaustellerei für dieses Jahr abgeschlossen, beim Adventsmarkt am 06.12. bin ich nur wieder mit Lehm und Ton unterwegs und Monika mit ihren Klangschalen. Der Tag wird sicher wieder schneller kommen als erwartet. Ab dem 15.12. ist aber endgültig Winterpause angesagt. Ich freue mich doch shcon darauf, bin aber auch gespannt, was die restlichen Wochen des Jahres noch so bringen werden.

Nach einer halben Kanne Kaffee, dem ein oder anderen Keks fühlte ich mich dann auch ausreichend ausgeruht, um mich dem nächsten Punkt auf der Tagesordnung zu widmen, dem write-in um Mitternacht in NaNoWriMo. Es wurden nur zarte 589 Wörterchen, bis mich dann die Müdigkeit endgültig ins Bett fallen ließ, aber in virtueller Gesellschaft via Skype beginnt sich das doch angenehmer als so ganz allein.
Die nächsten Schreibereien finden aber zu gaz regulären Tageszeiten statt, immer so zum Feierabend hin.
Kartoffeln... Ok,ok, ich komm ja schon. In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Start in die Woche :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen