Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Montag, 13. Juli 2015

und wieder rennt das Jahr vorbei

und aus Mai wurde Mitte Juli. Der Zenit des Jahres ist überschritten, die Sommersonnenwende vorbei und die Tage werden wieder kürzer - noch nicht wirklich merklich, aber trotzdem.
Heute kommen dauernd nassgeregnete Kater ins Zimmer, die mir ihr MIssfallen über das Wetter Kundtun, denen ich trotz aller Liebe mitteilen muss: ich kann nix dafür! Und ändern kann ich es auch nicht!
So. Aber der Reihe nach. Sollte es stimmen, dass auf einen ertragreichen Sommer ein sehr kalter Winter folgt, müssen wir uns wohl warm anziehen. Die Äste biegen (und in einigen Fällen brechen) sich unter der Last an Obst, sogar unsere kleinen Apfelbäumchen, die bis dato eher nur sehr vereinzelt mal den ein oder anderen Apfel trugen, hängen derzeit voll und die Kirschen sehen wieder aus wie 2011 und wieder habe ich es kaum ansatzweise geschafft, sie abzuernten. Da es dieses Jahr anderen auch so ging, war auch an ein Abgeben nicht zu denken. Auch sonst ist das Wetter dem von 2011 ähnlich, trocken, sonnig bis vor kurzem fast keine Regenfälle, es war nur nicht ganz so heiß. Also jedenfalls nicht durchgehend. Vorletzte Woche lagen wir in der Nähe diverser Temperaturrekorde, Samstag (Barfußwandertag) und Sonntag knapp 37°C.
Monikas Geburtstag war mit angenehmen 24 °C ein sehr schöner, sehr entspannter Tag, warum es den nächsten Tag noch einmal auf 30°C klettern musste, um gleich danach wieder um 10 °C abzustürzen, kann ich mir auch nicht erklären.
Was bisher geschah:
Am Wochenende vom 09.05.2015 bis 10.05.2015 hatten wir die Konfirmanden zu Gast, zum Bogenschießen, Pfeile bauen, am Lagerfeuer im großen Kessel kochen und um einfach allgemein eine schöne Zeit bei uns zu verbringen, mit den Worten: 'Wir kommen gerne wieder!' wurde 2016 schon beinahe bestätigt.
Es folgten diverse Baustellen und im Juni ein Seminar auf dem Sensthof, Bogenschießen und Pfeile bauen, Fazit dessen: beim nächsten Mal nur noch ein Pfeil pro Teilnehmer, jedenfalls bei Kindern. Trotz 3er Befiederungsgeräte dauerte einfach alles unglaublich lange, aber insgesamt hatten wohl doch alle ihren Spaß daran.
Die folgenden 2 Wochen standen im Zeichen der Vorbereitung auf unser 800-Jahr-Fest, schließlich wollten wir uns da von der schönsten Seite zeigen, und wie das immer so ist, fallen einem jede Menge Ecken auf, an denen hier und da noch etwas zu putzen oder zu beräumen wäre. Im Rahmen der Vorbereitungen ist ein Schaukasten mit dem Titel 'Zeitfenster' entstanden, in denen ich einige der alten Fotos ausgehängt hatte.
Unser Hof wurde doch recht gut besucht, obwohl zeitgleich die Vergabe der Tombolapreise stattfand. Insgesamt war es trotz wetterlicher Unbill und logistischem Versagen des Caterers ein schönes Fest, die erste Auflage der Chronik ist restlos ausverkauft und das Theaterstück war auch beim zweiten Mal ein voller Erfolg, buchstäblich voll - es konnten nicht einmal alle, die es sehen wollten, ins Dorfgemeinschaftshaus eingelasen werden.
Am Wochenende danach Schaudestillation von Lavendelöl auf dem Sensthof - ich will eine Destille! Und einmal alles an Kräutern durchdestillieren, die der Garten so hergibt. Das Lavendelöl, mit sehr geringer Ausbeute - riecht dafür umso intensiver.
Juli und der bereits erwähnte Barfußwandertag - am heißesten Tag des Jahres waren doch noch erstaunlich viele Wanderer dabei, zum Bogenschießen kamen allerdings erst am Nachmittag ein paar mehr Menschen, vorher verirrte sich nur der ein oder andere in meine schöne Ecke der Burg, dafür gab es aber die Gelegenheit zu einigen guten Gesprächen. Die extra von mir für den Tag getöpferte Schale mit Fußkeksen drin wurde auch durchaus positiv gesehen - und die Kekse waren wirlich lecker!
Während unserers offenen Hofes zur 800-Jahr-Feier wurde ich gefragt, ob ich nicht am 11. Juli Zeit und Lust hätte, in Klepzig (unser Nachbardorf) Bogenschießen anzubieten. Dass dies im Rahmen des Dorffestes stattfinden solte, wurde mir erst später so richtig bewusst. Preisbogenschießen statt Preiskegeln zog eine große Zahl von Menschen an, die mit unterschiedlichen Ergebnissen von dannen zogen, schön war außerdem die gute Laune der Zuschauer und Schützen und der Beifall, der allen, die sich am Schießen versuchten, zuteil wurde.
Ich wurde bestens versorgt und kann nur sagen: Vielen Dank nach Klepzig, der Kuchen war gaaanz lecker und es war ein schöner Tag.
Soviel also in Kurzfassung die letzten 10 Wochen, ein paar Bilder folgen noch, sobald ich die besten heraussgesucht habe. 

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