Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Donnerstag, 13. August 2015

was da so kreucht und fleucht

wenn meine beiden Kater gebannt auf etwas am Boden starren, ab und zu mit den Pfoten danach hauen, um wieder zurückzuzucken, ist das ein guter Grund, mal genauer hinzusehen. So geschehen am Dienstag, der Grund dafür war folgendes Tier:


In natura ca. 4 cm lang und bei jeder Störung drehte es dem Störenfried (abwechselnd Casper und Moritz) die großen Augen zu. Die sind natürlich nicht zum Sehen da, sondern nur zur Abschreckung, den eigentlichen Kopf hat diese Raupe etwas eingerollt, damit der Teil mit den Augenflecken noch größer erscheint.
Kurze Recherche brachte dann das Ergebnis: es handelt sich um die Raupe des Mittleren Weinschwärmers, Deilephila elpenor, fündig wurde ich Schmetterling - Raupe hier. Als fertiger Schwärmer sieht er doch auch ganz hübsch aus. Ich sollte allerdings in den nächsten Tagen meine Fuchsien im Auge behalten, da diese nebst dem Weidenröschen zu seinen bevorzugten Futterpflanzen zählen.

Mittwoch Morgen gab es hingegen eine Begegnung der ganz anderen Art:

Dort zu sehen sind die letzten Momente einer Paarung von zwei Schnegeln, genauer gesagt Großer oder Tigeschnegel, Limax maximus. Unter dem Suchbegriff 'gefleckte Nacktschnecke' kam ich zu folgender Seite: Schnegel und dort wurde diese Paarungsform als typisch für den Tigerschnegel beschrieben.
Nicht wirklich hilfreich ist allerdings die Aussage, andere Nacktschnecken abzusammeln, ich habe dies vor 2 Jahren an 3 Abenden nacheinander praktiziert, jeweils ca. 100 Schnecken, die in Scharen unbeirrbar an der Scheune vorbei Richtung Garten zogen und jeden Abend zogen sie in den selben Mengen, sicherlich auch aus allen anderen Richtungen. Eine Abnahme der Schneckenpopulation im Garten war definitiv nicht festzustellen... Wer sich selber daran versuchen will, dem empfehle ich, Handschuhe anzuziehen, der abgesonderte Schleim kann bei Hautkontakt in größeren Mengen Übelkeit hervorrufen, bei mir war es jedenfalls so - und ich finde Schnecken nicht per se eklig, die Psyche war es also nicht. Aber das nur am Rande bemerkt.

Mittwoch Abend dann ein kolibriartiges Fliegen an den Geranien, inklusive langem Rüssel. Hier konnte ich kein Foto machen (Kamera nicht zur Hand und ohnehin zu träge für den flinken Flieger...) und musste auch etwas länger suchen, bevor ich dann fündig wurde. Es handelte sich um ein Taubenschwänzchen, Macroglossum stellatarum, und zur Bestimmung hat diese Seite weitergeholfen:
Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

Quelle: http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Macroglossum_Stellatarum
Auffällig war diese Zeichnung am Hinterleib, die mich an einen Totenschädel erinnerte, jedenfalls im quasi Vorbeiflug des Falters.

Und heute morgen dann - ich habe heute meinen freien Tag! - warf ich wie so häufig einen Blick auf den an der Scheune befindlichen Greifvogelkasten um festzustellen - ok, der ist bewohnt. Allerdings nicht von einem Vogel, sondern von?


Hornissen. Ahem. Es gibt natürlich einen Artikel zu Hornissen auf wikipedia, der aber nicht wirklich viel hergibt, also etwas weitergesucht und diese Seite hier gefunden:
Hornissenschutz.
Jetzt weiß ich eindeutig mehr über Hornissen, dass diese im Wesentlichen nicht wirklich gefährlich sind, wusste ich vorher schon, das nur nebenbei. Scheint jedenfalls so, als wäre der Nistkasten dem Volk langsam zu klein geworden, ich bin gespannt, wie sich das ncoh entwickelt, bevor es mit diesem Volk zuende geht. Mal sehen, was mir sonst noch so über den Weg fliegt oder krabbelt in diesem Sommer, Schmetterlinge gibt es hier übrigens auch reichlich.
Ich wünsche allen ein gutes Überstehen der heißen Tage, bis es nächste Woche endlich deutlich abkühlen soll.

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