Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Montag, 29. Februar 2016

(fast) März

Langsam hatte ich die Befürchtung, mein Huflattich wolle mich in diesem Jahr schmählich im Stich lassen und sich erst im März zeigen, aber nein, vorgestern konnte ich die ersten Blütenstände entdecken. Noch einmal vorstellen muss ihn ich jetzt nicht, immerhin stand er den ganzen Februar über auf der linken Seite, da wo jetzt der Löwenzahn eingezogen ist. Eigentlich wäre ja heute metereologischer Frühlingsanfang, aber in einem Schaltjahr sieht das eben anders aus. Im Garten komme ich jedenfalls langsam damit voran, die Flächen zur Bepflanzung freizuräumen, aber es ist noch einiges zu tun. Aber an den Tagen wie heute, mit eisigem Wind und Temperaturen knapp über Null erspare ich es mir dann doch lieber. Es blüht und sprießt schon so einiges, nebst den unermüdlichen Gänseblümchen schauen die ersten Krokusse hervor, Brunnera macrophylla - Kaukasus-Vergißmeinnicht oder auch Gedenkemein zeigt die ersten rosa und blauen Blüten und sowohl Fenchel als auch Baldrian treiben neu aus. Die Süßdolde vermisse ich noch, entweder kommt sie später oder fiel den Wühlmäusen zum Opfer, ich werde die Stelle im Auge behalten. Casper musste gestern mal wieder etwas am Baldrian naschen, da es aber ein zweites Pflänzchen gibt, sind die Aussichten gut, dass er sich im Garten etabliert. Trotz Kater.


Ich biete am Wochenanfang ein paar Schneeglöckchen und wünsche allen einen guten Start in die Woche!

Donnerstag, 25. Februar 2016

immer noch nicht?

Stoßseufzer - wie man unschwer erkennen kann, hat der Frühling seinen Urlaub verlängert und weilt vermutlich noch in Cala Rajada auf Mallorca. Da ist es zwar um diese Jahreszeit dort auch nachts noch etwas kühler, aber tagsüber schon sehr angenehm und die Mandelbäumchen blühen (ich war schon einmal im Februar da, deswegen weiß ich das). Meine liebe Freundin Alexandra hat den Frühling gleich übersprungen und ist im sommerlichen Thailand (bei 30°C+) unterwegs, um dir dortige Botanik zu erkunden und außerdem Urlaub zu machen. Einen Link zu ihrem Blog gibt es rechts in der Liste, wer einen kurzen Ausflug in den Sommer machen möchte - und sei es rein virtuell - schaue mal dort vorbei.
Ich habe meine ersten Stunden im Garten verbracht, um den Bewuchs des letzten Jahres abzuräumen und die Beete langsam darauf vorzubereiten, dass ich den Gemüseanbau wieder auf ein Neues versuchen kann.
Die Wühlmäuse fressen nicht nur Kartoffeln, sondern sogar die Wurzeln der Karde. Da die sich aber ohnehin sehr weit ausgebreitet hat, war das nicht so tragisch, auch wenn die Wurzel das ist, was zur Heilkunde verwendet wird.
Im März gibt es außer einem 'Tag für Dich' mit Entspannung, Klangschalen und leckerem Essen auch den ersten Kräutertag mit dem pflanzlichen Frühjahrsputz via Gründonnerstagssuppe. Also, entspannt in den Frühling starten und dann ein bisschen Gesundes? Kommt vorbei, wir freuen uns ;) weitere Informationen auf www.akamos.de
Wünsche allen noch eine gute Restwoche, bis zum nächsten Mal!
...und es muss doch Frühling werden...

Samstag, 13. Februar 2016

ist denn bald mal Frühling?

Laut den Metereologen ist in diesem Winter nicht mehr mit einem wirkichen Kälteeinbruch zu rechnen und der März soll sogar überdurchschnittlich warm und trocken werden. Warm ist ok, trocken müsste nun nicht unbedingt sein, aber wir werden sehen.
Gestern war der Tag, an dem ich meine langsam unzähligen Samentütchen, zwei Minigewächshäuser und gesiebte Komposterde nach draußen in die Sonne trug, um den Vorgaben in meinem selbst erstellten Gartenkalender zu folgen, damit in diesem Jahr wenigstens die Chance darauf besteht, alles pünktlich vorzuziehen und dann ab Mai da im Garten auszupflanzen, wo eben noch Platz ist. Einiges kommt auch in Kübel und bleibt auf dem Hof, so wie letztes Jahr die Zuckererbsen, die eigentlich Wicken sein sollten... Es war einfach nett, ab und an mal ein oder zwei Schoten im Hof zu ernten und hier sind sie wenigstens vor den Wühlmäusen und Schnecken sicher. Obwohl Moritz im Schnitt pro Tag 3 bis 5 Mäuse fängt, habe ich nicht den Eindruck, als hätte die Wühlmauspopulation abgenomen. Was natürlich auch daran liegen kann, dass Casper sie immer gerne von draußen importiert.
Siehe dazu auch mein wordpress blog.
11/2 Stunden später konnte ich Gewächshäuser und anderes gut gefüllt und beschriftet wieder in den Keller tragen, Tomaten, Salat, Kräuter, diverse Astern und Physalis dürfen jetzt keimen. In zwei Wochen kommen die dann eine Etage höher in den Stall, an das sonnige Fenster und werden dort auch gleich etwas akklimatisiert. Vielleicht schaffe ich es ja in diesem Jahr sogar, meine Pflänzchen mal zu pikieren. Soll ja ganz sinnvoll sein.
Der Huflattich, meine Pflanze des Monats, lässt sich immer noch nicht blicken, es blühen aber die ersten Hornveilchen und außerdem Lamium spec.


Mit diesem sonnigen Bild wünsche ich allen ein schönes Wochenende - es muss doch Frühling werden?

Montag, 1. Februar 2016

Ein Ausflug in die Bad Belziger Kulturszene

stand gestern abend auf dem Programm. Genauer gesagt, in die Albert-Baur-Halle. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um eine Sport-, bzw. Turnhalle und muss für Veranstaltungen aller Art - nun - herhalten. Gestern für Dance Masters Best of Irish Dance. 

Quelle: http://celtic-rock.de/wp-content/uploads/2015/01/Titelbild-Dance-Masters.jpg


Eine fesselnde Zeitreise durch das Irland der letzten 200 Jahre – irisch frisch und lebensfroh!
DANCE MASTERS! erzählt die Geschichte des irischen Stepptanzes auf musikalische und tänzerische Weise.
Eine berührende Liebesgeschichte zwischen Patrick und Kate führt die Zuschauer vom 18. Jahrhundert über verschiedene Epochen bis zur heutigen Zeit.

Eine Auswahl der besten irischen Stepptänzer und Stepptänzerinnen zeigen in authentischen und farbenfrohen Kostümen die zahlreichen Facetten des irischen Stepptanzes.(...)
So steht es im Programm. Nur vorweg: die Show war schon toll, einige Szenen auch sehr amüsant, wie zum Beispiel die obige. Das war aber auch an authentischen Kostümen im wesentlichen alles. Ach ja, und die aus den 60er Jahren vermutlich. Die Geschichte, die aus dem Off ab und an eingestreut wird, ist etwas weit hergeholt und könnte eigentlich auch wegbleiben - also die Erzählung.
Die Musik und der Tanz reißen mit, es dauerte aber gestern abend ewig, bis sich das restliche Publikum auch einmal dazu hinreißen ließ, mitzuklatschen, derweil Monika, Monika, Svenja und ich schon böse Blicke und Kommentare ernteten aufgrund unseres Einsatzes. Tja, tut mir ja leid, aber es fiel uns doch schwer, wie die Statuen auf den Stühle zu sitzen, derweil soviel Rhythmus durch die hHalle ging.
Unsere Plätze in der 18. Reihe waren - bescheiden, es werden eben einfach nur Stuhreihen aufgestellt und damit sieht man nicht wirklich viel, da hilft auch die große Leinwand eher wenig, zumal, wer auch immer die Kamera bedient hat, dies etwas ungelenk tat.

Als wir uns Autogramme abholten, sprach ich das einfach mal an, um zu erfahren, dass wir ein tolles Publikum gewesen seien. Also das ganze Publikum. Ah. OK. Dann möchte ich kein 'rough audience' erleben, wie es Xander Cross, einer der beiden männlichen Haupttänzer, formulierte.
Er ließ den Tanz aussehen wie ein Spaziergang und schien wie eine Feder über die Bühne zu schweben, so, als kostete ihn das alles überhaupt keine Anstrengung. Den Eindruck vermittelten alle Tänzer, aber bei ihm war es besonders auffällig. Schon sehr beeindruckend.
Es ist nicht Riverdance oder Lords of the Dance, aber trotzdem lohnenswert anzusehen.
Zwischendurch immer wieder Livemusik, mit irischem Dudelsack, Banjo, Gitarre oder Flöte und die Musiker taten ihr Bestes, um das Publikum etwas aufzutauen. Cian Farelli gelang das dann endlich mit 'An der Nordseeküste'...

Fazit: schöne Show, bescheidene Location. Wir werden uns wohl in Zukunft wieder eher Richtung Berlin orientieren für weitere Konzerte. Trotzdem war es ein schöner Abend.

Es regnet derzeit Bindfäden und ist für diese Jahreszeit eigentlich etwas zu warm, ab morgen soll es wieder trocken sein - und noch wärmer. Ab morgen verschwinde ich in meiner Werkstatt, um dort wie immer am Jahresanfang erst einmal aufzuräumen und dann mal sehen, was die Kreativität so hergibt.
Ich wünsche einen guten Start in die Woche.