Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Montag, 1. Februar 2016

Ein Ausflug in die Bad Belziger Kulturszene

stand gestern abend auf dem Programm. Genauer gesagt, in die Albert-Baur-Halle. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um eine Sport-, bzw. Turnhalle und muss für Veranstaltungen aller Art - nun - herhalten. Gestern für Dance Masters Best of Irish Dance. 

Quelle: http://celtic-rock.de/wp-content/uploads/2015/01/Titelbild-Dance-Masters.jpg


Eine fesselnde Zeitreise durch das Irland der letzten 200 Jahre – irisch frisch und lebensfroh!
DANCE MASTERS! erzählt die Geschichte des irischen Stepptanzes auf musikalische und tänzerische Weise.
Eine berührende Liebesgeschichte zwischen Patrick und Kate führt die Zuschauer vom 18. Jahrhundert über verschiedene Epochen bis zur heutigen Zeit.

Eine Auswahl der besten irischen Stepptänzer und Stepptänzerinnen zeigen in authentischen und farbenfrohen Kostümen die zahlreichen Facetten des irischen Stepptanzes.(...)
So steht es im Programm. Nur vorweg: die Show war schon toll, einige Szenen auch sehr amüsant, wie zum Beispiel die obige. Das war aber auch an authentischen Kostümen im wesentlichen alles. Ach ja, und die aus den 60er Jahren vermutlich. Die Geschichte, die aus dem Off ab und an eingestreut wird, ist etwas weit hergeholt und könnte eigentlich auch wegbleiben - also die Erzählung.
Die Musik und der Tanz reißen mit, es dauerte aber gestern abend ewig, bis sich das restliche Publikum auch einmal dazu hinreißen ließ, mitzuklatschen, derweil Monika, Monika, Svenja und ich schon böse Blicke und Kommentare ernteten aufgrund unseres Einsatzes. Tja, tut mir ja leid, aber es fiel uns doch schwer, wie die Statuen auf den Stühle zu sitzen, derweil soviel Rhythmus durch die hHalle ging.
Unsere Plätze in der 18. Reihe waren - bescheiden, es werden eben einfach nur Stuhreihen aufgestellt und damit sieht man nicht wirklich viel, da hilft auch die große Leinwand eher wenig, zumal, wer auch immer die Kamera bedient hat, dies etwas ungelenk tat.

Als wir uns Autogramme abholten, sprach ich das einfach mal an, um zu erfahren, dass wir ein tolles Publikum gewesen seien. Also das ganze Publikum. Ah. OK. Dann möchte ich kein 'rough audience' erleben, wie es Xander Cross, einer der beiden männlichen Haupttänzer, formulierte.
Er ließ den Tanz aussehen wie ein Spaziergang und schien wie eine Feder über die Bühne zu schweben, so, als kostete ihn das alles überhaupt keine Anstrengung. Den Eindruck vermittelten alle Tänzer, aber bei ihm war es besonders auffällig. Schon sehr beeindruckend.
Es ist nicht Riverdance oder Lords of the Dance, aber trotzdem lohnenswert anzusehen.
Zwischendurch immer wieder Livemusik, mit irischem Dudelsack, Banjo, Gitarre oder Flöte und die Musiker taten ihr Bestes, um das Publikum etwas aufzutauen. Cian Farelli gelang das dann endlich mit 'An der Nordseeküste'...

Fazit: schöne Show, bescheidene Location. Wir werden uns wohl in Zukunft wieder eher Richtung Berlin orientieren für weitere Konzerte. Trotzdem war es ein schöner Abend.

Es regnet derzeit Bindfäden und ist für diese Jahreszeit eigentlich etwas zu warm, ab morgen soll es wieder trocken sein - und noch wärmer. Ab morgen verschwinde ich in meiner Werkstatt, um dort wie immer am Jahresanfang erst einmal aufzuräumen und dann mal sehen, was die Kreativität so hergibt.
Ich wünsche einen guten Start in die Woche.

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