Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Diverse Baustellen *Update*

Februar 2015 
Nebst dem Landei hatte ich im letzten Jahr noch die Gestaltung und Pflege eines kleinen Vorgartenstreifens, ebenfalls in der Hermann-Boßdorf-Straße und beim nächsten Mal in Wiesenburg muss ich doch mal schauen, ob da auch endlich mal ein paar der Zwiebeln aufgegangen sind, die ich da gesteckt habe.
Die letzten 3 Wochen verbachte ich ebenfalls in der Hermann-Boßdorf-Straße, Renovierungsarbeiten in einem zukünftigen Büro. Eigentlich sollten nur die Tapeten von den Wänden, aber beim Abziehen der Tapeten verabschiedete sich in großen Flächen auch der Putz, so dass es schnell beschlosssene Sache war, sämtlichen losen Putz von den Wänden abzuschlagen und danach mit Lehmstreichputz neu zu verputzen. Nicht zu begradigen, sondern nur aufstreichen. Dazu wird Lehmfeinputz recht flüssig angerührt und dann mit einem Quast aufgetragen. Das sieht dann nach und nach so aus:

was sich so alles unter Putz und zahlreichen Tapetenschichten verbirgt...
Lehmstreichputz frisch aufgetragen
und mit Lehmfarbe gestrichen
Der Lehmstreichputz hat sogar den Bereich gut überdeckt, in dem Rußspuren des ehemaligen Ofenanschlusses im Mauerwerk steckte und wirkt außerdem außerordentlich geruchsbindend. Das war mein erstes Arbeiten damit und ich muss gestehen, ich bin begeistert davon. Aufgrund der sehr sehr unebenen Oberfläche war das Auftragen der Lehmfarbe allerdings sehr zeitintensiv und materialschluckend, habe von der Rolle bis zum Quast alles getestet und den besten Erfolg mit Quast und Rundhaarpinsel erzielt. Die Lehmfarbe, die als dicke Paste kommt, wurde auch sehr verdünnt und scheint trotzdem außerordentlich deckend, ich hatte da anfangs doch leichte Zweifel. Aber abgesehen davon, dass aufgrund der unebenen oberfläche viel Zeit verging, lässt sich auch Lehmfarbe sehr angenehm verarbeiten. Sollte ich irgendwann doch mal meine Wohnung renovieren, werde ich auch mit Lehmstreichputz und Lehmfarbe arbeiten. Ich brauche ja keine geraden Wände...
Nebst diesem Raum gibt es noch einen zweiten, der allerdings nur gestrichen wurde. Unter dem Teppich fanden sich einmal die Dielen oben (auch abgeschliffen und mit Hartwachsöl geölt) als auch ein Terrazzoboden, der in einigen bereichen mit Hammer und Meißel von Ausgleichsmasse befreit und dann einfach nur diverse Male gepüutzt wurde (und noch diverse Male geputzt werden muss).

Ausgangssituation
diverse Hammerschläge später
fertich...
Von diversen Rissen einmal abgesehen ist lediglich dort, wo zur Durchführung der Heizungsrohre ein riesiges Loch in den Boden geschlagen wurde, ein echter Schaden. Sonst fehlt dem Boden nichts außer der bereits erwähnten Putzorgie. Wirklich interessant, was sich so alles unter Teppich verbirgt.
Malerarbeiten gehören irgendwie nicht wirklich zu meiner Lieblingsbeschäftigung, mir irgendwie zu pfriemelig, diese ganzen Ecken, an denen verschiedene Farben aufeinandertreffen, sauber abzugrenzen...
Trotz allem - gestrichen also Decke, Wände, Boden, Türen und Fußleisten.
Den Fußboden haben wir in Gemeinschaftsarbeit abgezogen, mein erster Versuch mit einer großen Schleifmaschine im letzten Durchgang, während ich mich vorher mit einer kleinen am Rand entlang gekämpft habe, das Ding schlug und brach immer wieder aus und ließ sich nur - und noch dzau in gebückter Haltung - mit großen Kraftaufwand an den gewünschten Ort führen. Da die Dielung sehr uneben ist, kam es auch häufiger vor, dass sich der Teller nicht richtig drehen wollte/konnte und nur vor sich hinquietschte, so dass ich den Feinschliff dann doch lieber mit meiner kleinen festool vornahm, damit kam ich auch richtig am Rand entlang. Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber alles in allem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und - was beinahe noch wichtiger ist - mein Auftraggeber ebenso.


Fazit: Auch wenn es teilweise wirklich anstrengend war, hat es doch viel Spaß gemacht zuzusehen, wie sich  aus dem ehemaligen typischen 'Büro' ein kleines Schmuckstück entwickelt hat, mit lebendigen Wänden und ebenso lebendigen Böden. Ich freue mich schon auf die geplante Einweihung!

2014
Seit April diesen Jahres bin ich mit Hilfe des Gründungszuschusses selbstständig und biete nebst Wellness und Intuitivem Bogenschießen auch Dienstleistungen rund um Haus und Hof an. Die letzte Sparte habe ich eher zufällig mit in meine Gewerbeanmeldung aufgenommen, um mir ein zweites Standbein zu schaffen.
Daraus entstanden sind bisher solche Aufträge wie Abschleifen von Konstruktionsbalken im 'Landei' Wiesenburg, Abschleifen von jeder Menge Brettern aus denen dann Tresen und Bänke wurden, Vorschleifen einer Treppe in Bad Belzig und aktuell landschaftsgärtnerische Tätigkeiten rund um das Landei.
Bretter vorher

Bretter nachher
immer wieder dabei: das anhänglichste Huhn von allen...
Regenwasserentwässerung vorher
..zwischendurch...
und fertig
habe ich das Huhn bereits erwähnt?
Rasenweg ausgelegt
das bereits erwähnte Huhn ist übrigens nicht alleine...
Der Rasenweg ist inzwischen fertig, ein Bild dazu folgt noch. Der nächste Auftrag ist die Gestaltung eines kleinen Vorgartenstreifens, ebenfalls in der Hermann-Boßdorf-Straße, Wiesenburg, wo eben auch das Landei steht.

Der Café-Betrieb wird im nächsten Frühjahr aufgenommen, die Räume können aber bereits für Feiern auf Anfrage gemietet werden und auch der Pensionbetrieb ist eröffnet. Den Kaffee kann ich übrigens sehr empfehlen ;)
Meine Arbeiten sollen im Allgemeinen einen Umfang haben, der sie in ein oder zwei Tagen erledigen lässt, für größere Aufträge bin ich schlicht nicht ausgerüstet und es ist auch nicht meine Absicht, Vollzeit im Bereich Garten-Landschaftsbau zu arbeiten.

altes Regal nach dem Abbeizen
selbes Regal nach dem Schleifen
Ich schleife auch mal ein kleines Möbelstück ab, als Vorbereitung zur Oberflächenbehandlung. Mal sehen, was sich als nächstes so ergibt :)


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