Eine Reise an einem Ort

Diese Reise begann im April 2011 und dauert noch an - kleine Schritte und doch am selben Ort - und hier lege ich ein kleines Reisetagebuch vor, in dem immer wieder Neues steht zum Verlauf der Reise - an einem Ort.

Vom Schreiben und anderen Freizeitbeschäftigungen 01/2016

21.01.2016
Wie man dem Widget auf der Startseite entnehmen kann, endete NaNo letzten November deutlich unter par und ich hatte nicht einmal wirklich Lust, wenigstens die Hälfte anzustreben.  Dafür bekam ich zum ersten mal eine Mail aus dem NaNo-Verteiler, der sich eben mit dem Nicht-Gewinnen beschäftigt. Im wesentlichen stand darain, dass es eben Zeiten gibt, in denen das Schreiben nicht so läuft wie sonst und einem der Alltag einen Strich durch die Rechnung macht, aber man schließlich immerhin angestrebt habe, einen Roman zu schreiben.
Genauso war es auch, die Gründe sind vielfältig und im wesentlichen nun irrelevant. Meine schriftstellerische Ader hat gerade Pause bei Langstreckenprojekten (sprich Romanen) und beschränkt sich auf das Verfassen von Blog-Einträgen und Texten auf unserer Homepage.
Vielleicht kommt der Wunsch nach einem Wort-Marathon dieses Jahr wieder, vielleicht auch nicht. Ich habe jedenfalls eine Menge gelernt über Charaktere, Aufbau von Geschichten, notwendiger Recherche, der Sache mit dem Plot und betrachte mich von daher so oder so als Gewinnerin - vieler Erkenntnisse.
Möchte mich in diesem Jahr wieder mehr meinem Garten widmen und den diversen anderen Dingen nachgehen, die mich so beschäftigen - das Schreiben ist sicherlich auch mal wieder dran ;)

01.03.2015
Tassen sind vielleicht nicht unbedingt meine Spezialität beim Töpfern - oder es mangelt mir noch an Übung - aber ich denke, figürliche Sachen liegen mir einfach eher. Die Töpferei verfolge ich ja seit dem letzten Jahr begeistert alle 2 Wochen im Handwerkskeller in Wiesenburg und manchmal wünsch ich mir doch einen eigenen Brennofen.. Aber ok, man kann nicht alles haben. Jedenfalls nicht sofort!
Mein Lieblingsstück? Aktuell dieses:


Wer sagt denn, dass Pflanzgefäße immer wie Töpfe im weitesten Sinne aussehen müssen? Von den diversen Geschmacksverirrungen (jedenfalls meiner Meinung nach) einmal abgesehen, kann ein Pflanzgefäß doch auch so aussehen, oder nicht? Es kommt der Skizze, die ich dazu gemacht habe, ziemlich nahe. Der Ton ist recht grob und vor allem schwer, die kleine Figur wiegt über ein Kilo und das, obwohl der Körper nur ca. 1 cm stark ist - ok, die Beine sind kompakter. Für das Bild bekam mein Alien eine Primel in die Arme gedrückt, bepflanzen will ich ihn mit Mauerpfeffer, der sowohl mit den zarten Trieben in hellgrün als auch mit den gelben Blüten später einen schönen Kontrast darstellen wird.
Für die jetzt anstehende Zeit meiner - mal wieder - Prüfungsvorbereitung wird er mir allerdings so Gesellschaft leisten. Und mich daran erinnern, dass es außer der Prüfung auch noch andere Dinge im Leben gibt.
Weitere Beispiele meiner Töpferei werden sicherlich noch folgen!

08.12.2014
Lesen gehört zu den Dingen, ohne die meine Tage nicht vollständig sind. Mein Feierabendritual besteht aus Kaffee trinken, ein paar Kekse dazu essen und lesen, ganz entspannt im Sessel sitzend.
Meine bevorzugten Genres sind Fantasy und Sci-Fi, beides im weitesten Sinne. Zu meine Lieblingschriftstellern gehören: Frank Herbert, Terry Pratchett, Lois McMaster Bujold und zahlreiche andere.
Und um Lois McMaster Bujold und ihre Vorkosigan-Reihe wird es in den folgenden Zeilen kurz gehen.
Möglicherweise spoilert es ein bisschen. Ich beklage nämlich das offensichtliche Ende der Serie. Offiziell habe ich dazu bisher nichts finden können, aber das Ende von 'Cryoburn' liest sich endeutig wie das Ende der Serie um Miles Vorkosigan und zahlreicher anderer Charaktere, die mir im Lauf der letzten Jahre doch auch sehr ans Herz gewachsen sind.
Möglicherweise liegt das Ende daran - oder auch daran, dass die werte Autorin inzwischen 65 Jahre alt ist oder daran, dass sie jetzt schlicht der Meinung ist, alle Charaktere sind versorgt und ausreichend erwachsen, ich weiß es nicht.
Jedenfalls deutet das Ende des Buches darauf hin, dass diese Geschichte beendet ist - was ich sehr bedaure.Trotzdem danke für die jahrelange - Bekanntschaft mit Miles und allen anderen, ich werde die Bücher immer wieder gerne auf's Neue lesen!



25.09.2013
Eine neue Freizeitaktivität hatte ich ja bereits vorgestellt: das Bildhauen unter Im Stein verborgen. Zugegebenermaßen blieb es bislang bei diesem einen Steinbildnis, aber immerhin ist das notwendige Werkzeug für weitere bereits da.
Und zwischendurch? Kräuter gesammelt, ein paar Lavendelkränze geflochten, Öle und Liköre angesetzt, geräumt, geräumt und nochmal geräumt, dekoriert und beinahe täglich fotografiert.
Eine weiter Freizeitbeschäftigung bieten übrigens meine beiden Kater, Krümel noch eher als Casper, der entweder draußen herumstreunert oder schlafend im Sessel liegt. Krümel dagegen liegt am liebsten bei oder noch besser auf mir herum. Und wehe, ich bewege mich. dann wird geknurrt, manchmal auch gefaucht oder empört von dannen gezogen (für ungefähr 10 Minuten).
Und - auch wenn das nicht unbedingt Freizeit ist - die Intensivausbildung zum Heilpraktiker besucht. Von Januar bis August, insgesamt 9 x 4 Tage, die manchmal ziemlich geschlaucht haben, aber dank unserer Truppe auch immer Spaß gemacht haben. Die meisten werden jetzt im Oktober zu den Prüfungen gehen, ich bin erst im März dran, da ich mich etwas verspätet angemeldet hatte und ausnahmsweise kein Platz mehr frei wurde. Und damit war das Jahr 2013 bisher schon gut gefüllt. Mal sehen, was noch so dazukommt.


14.05.2013
Andere Alltagsaktivitäten - dazu gehört auch das Malen. Nicht jeden Tag, aber manchmal eben doch. Und manchmal auch etwas mehr davon. Zuletzt am 2. Mai. Zwei Tage vor unserem Tag der offenen Tür wurde es zeit, das einladende Bild zu malen, das mir seit einiger Zeit vorschwebte. Das Bild, das jeden begrüßt, der die Treppe zu den Vorträgen hochsteigt.
Acryl auf Bettlaken, grundiert. 1,30 m x 1,30 m. Es war eine Freude, dieses Bild zu malen. An diesem Donnerstag sind noch 3 weitere Bilder entstanden, etwas kleinere Formate allerdings und dann auf fertigen Leinwänden.





Zum Abschluß - nach all dem Rot und Gelb, ein beruhigendes in Grün und Blau, ich habe es 'April' getauft und es bildete einen guten Abschluß für den Tag. Im Stall macht es richtig Spaß zu malen, ausreichend Platz, genug Licht und ich muss mir keine Sorgen machen, das mir ein neugieriger Kater auf die frische Leinwand hüpft. Bis zum nächsten Mal :)



20.02.2013
Etwas möchte ich noch ergänzen zu den Sieben. Und zwar das, was für mich einer der wesentlichen Unterschiede zu sonstigen Western aus der Ära ist. Auch wenn ich nicht wirklich viele Western gesehen habe (und ein kurzer Blick in wikipedia demonstrierte soeben deutlich,das es wirklich viele waren), blieb im Wesentlichen Gut gegen Böse und das Ganze klar gegliedert in Erinerung. Die Guten waren gut und die Bösen böse und am Ende triumphierte das Gute. Alles in schwarz/weiß (und ich meine jetzt nicht Technicolor oder nicht).  
Das ist bei 'Die glorreichen Sieben' anders. Am Ende bleiben drei von sieben über und außer um Charles Bronson in der Rolle als Bernardo O'Reilly wird um niemanden getrauert. Die Männer finden sich für einen Job zusammen, zum Teil kennen sie sich von früher, aber gefühlsregungen sind nicht zu erkennen. Ausschlaggebend ist der letzte Monolog von Chris:' The old man was right. Only the farmers won. We lost. We lose every time.'
'Guns for hire' hatte eben keine Zukunft, und bereits im Film wird das immer wieder deutlich gemacht und am Ende mit diesen Sätzen pointiert zusammengefasst.


19.02.2013
Oha, da hatte ich entweder lange keine Freizeit (;)) oder nichts Neues zu berichten. Ob das Folgende neu ist, möge jeder selbst entscheiden, aber vorweg kurz zum Schreiben: ich schreibe immer noch jeden Tag (okay, okay, fast jeden) an meiner Geschichte weiter und trete da gerade etwas auf der Stelle. MIr fehlt eine zündende Idee und bis diese sich blicken lässt, produziere ich jeden Abend um die 500 Wörter, auch wenn ich damit riskiere, beim Editieren ein gutes Drittel wieder rauszuwerfen. Aber wichtig ist für mich eben das Schreiben - und die hoffnung, das dabei eben irgendwann die besagte Idee kommt.

Wie Monty Python zu sagen pflegte: kommen wir nun zu etwas ganz anderem. Eine in vielen Haushalten sehr beliebte Freizeitbeschäftigung, der ich insgesamt eher selten nachgehe. Die Rede ist von Filmen. ich sehe Filme grundsätzlich als DVDs und am liebsten im Original (solange es sich um englisch-sprachige Filme handelt jedenfalls) und manchmal vergleiche ich ganz gerne.
Seit einiger Zeit lässt mich 'The magnificent Seven' nicht mehr so wirklich los, auch wenn ich nicht erklären könnte, warum eigentlich. Diesen Film von 1960 habe ich zum ersten Mal mit 12 oder so um den Dreh gesehen und - war einfach völlig hin und weg. Das mag an der Besetzung gelegen haben oder am auch am Inhalt. Ich weiß jedenfalls, dass ich diesen Film mal mit dem Kassettenrekorder aufgenommen und danach abgetippt habe. Wollte mir wohl dieses Ereignis auf die einzige, mir damals mögliche Art, erhalten. Wie es aber so geht, habe ich den Text natürlich nicht mehr. Und danach verschwand er irgendwann auch aus meinem Gedächnis, bis ich vor einiger Zeit auf youtube einen schönen, privat zusammengestellten Trailer gesehen habe. Da waren die Sieben plötzlich wieder präsent (oder jedenfalls 5 von ihnen). Film bestellt, alle meine Autorenkollegen damit genervt, dass die Lieferzeit so lang gedauert hat und endlich, endlich angesehen. Inklusive dem making-of. Dieses wurde um 2001 gedreht und außer Horst Buchholz und James Coburn konnte niemand mehr interviewt werden. Brad Dexter soll wohl zu der Zeit noch als Filmproduzent tätig gewesen sein, derjenige, an den sich immer niemand erinnert. Nachdem ich den Film nun inzwischen 3mal gesehen habe, ist es auch nicht verwunderlich. Auch Robert Vaughn macht keine wirklich erinnerungswerte Figur. Das making-of war interessant und amüsant und einer der Interviewten fasst zusammen, was diesen film auszeichnet (seiner Ansicht nach und der kann ich mich anschließen): Es war weder der beste Western, der jemals gedreht wurde, noch war die Story besonders herausragend - aber es ist der Western, der am meisten Spaß bereitet, trotz allem. Nachdem der Film ursprünglich in de USA nur eine Woche in den Kinos lief und danach für eine ganze Weile in der Versenkung verschwand, gehört er dort inzwischen zu den am häufigsten gesendeten Western.
Laut making-of war der Dreh wohl auch ein Zusammenstoß von diversen, sehr ausgeprägten Egos und alle waren bestrebt, Yul Brynner, der als einziger der Besetzung damals bereits ein bekannterer Schauspieler war, irgendwie den Rang abzulaufen. Am weitesten soll es wohl Steve McQueen getrieben haben, bis Yul Brynner ihn irgendwann mit scharfen Worten zurechtwies. Sinngemäß: wenn du mit deinen Faxen so weitermachst, hebe ich einfach irgendwann meinen Hut und damit sieht dich niemand mehr!
Es gab Fortsetzungen der Glorreichen Sieben, den zweiten Teil habe ich auch gesehen und muss sagen: es lohnt sich nicht.
Da Yul Brynner nicht mit Steve McQueen spielen wollte (ein Dreh hat ihm anscheinend gereicht), wurde die Figur des Vin anders besetzt und der Schauspieler ist etwas farblos. Auch die Figur des Chico, Horst Buchholz eben, wurde anders besetzt, und ebenfalls nicht ausgefüllt. Im danachfolgenden Film war nicht einmal mehr Yul Brynner dabei und das Thema blieb dasselbe. Glücklicherweise hat man ja inzwischen bei Fortsetzungen ein bisschen dazugelernt und gießt nicht einfach das alte Thema einmal neu auf. Jedenfalls nicht vollständig.
Zur Synchronisation vs. Originalfassung. 
In meinen Ohren klingt die deutsche Synchronisation ziemlich - grausig. Die Stimmen sind poltrig und aufgeregt. Teilweise ist die Übersetzung schicht falsch und insgesamt passt sie (wenn man den Vergleich hat, ist es besonders auffällig) nicht zur Mimik.
Fazit: jetzt habe ich ihn erst einmal oft genug gesehen, aber ich werde ihn mir sicherlich wieder ansehen. Im making-of gibt jemand an, den Film 29mal gesehen zu haben... Auch wenn ich eigentlich noch das ein oder andere dazu in Gedanken bereits formuliert hatte, belasse ich es jetzt dabei und schreib an meiner Geschichte weiter ;)

07.01.2013
Gestern fielen mir die Worte etwas schwer, weil sich dauernd in Gedanken eine weitere, unfertige Geschichte aus 2011 zu Wort gemeldet hat (hah!)... geschafft habe ich es trotzdem, aber ich glaube, ich muss heute doch mal in die alte Geschichte hineinlesen und sehen, ob sich da nicht doch noch etwas retten lässt ;)
Später. Habe einfach die letzten 10 Seiten gelesen und da weitergemacht, wo ich vor über einem Jahr aufgehört hatte und siehe da, 2257 Wörter mal eben so heruntergeschrieben. Der Einstig in diese Geschichte fiel mir leichter, vielleicht deswegen, weil sie so lange geruht hat.
Im Vergleich fällt auf, das in 'Brothers in Arms' deutlich mehr Beschreibungen von Orten und Charakteren, aber auch von Mimik und Gestik zu finden sind als in 'Camp Mountain Lake'. Den Rückmeldungen meiner Beta-Leser nach zu urteilen, scheint das Fehlen nicht sonderlich aufgefallen zu sein oder wurde übergangen aufgrund der Tatsache, dass es sich wirklich um eine Rohfassung handelt. Es wird sicherlich interessant sein, die Geschichte nach ihrem Abschluss dahingehend noch einmal zu überarbeiten. 

05.01.2013
Abgesehen von der englischen Seite zum National Novel Writing Month widme ich einfach noch eine Seite dem Schreiben und anderen Dingen, die man genauso gut unter dem Stichwort 'Kreativität' zusammenfassen könnte.  Aber ich bin nicht so ein großer Fan von Ein-Wort-Titeln, daher...
Angesteckt hat mich damit - nach Jahren schriftstellerischer Inaktivität - eben der National Novel Writing Month. Und im letzten Jahr beschränkte sich das Verfassen von Belletristik auch auf die Monate, in denen entweder Camp Nano stattfand oder eben den November. Aufgrund der Tatsache, dass ich zwar unter meinen Im November entstandenen Roman 'Ende' schreiben konnte, dieser aber durchaus noch nicht wirklich am Ende ist und außerdem angeregt durch Isis Projekt 500/365 (jeden Tag 500 Wörter schreiben) und darüberhinaus ich einfach wissen möchte, wie es weitergeht, habe ich am 02.01.2013 wieder mit dem Schreiben angefangen.
(Nein, ich schreibe nicht immer Bandwurmsätze ^^)
500 Wörter sind eine sehr überschaubare Zahl für einen Tag und füllen bei Schriftgröße 11 ungefähr eine DIN A 4 Seite. Der Zeitraum, den es braucht, um diese Wörter zu schreiben, variiert und hängt im Wesentlichen davon ab, ob mir etwas einfällt oder auch nicht. Bisher habe ich damit keine Probleme, in der Geschichte sind noch viele lose Enden, die wieder aufgenommen werden können und zu einem hoffentlich brauchbaren Ganzen verknüpft werden können. Ich bin gespannt, wie lange dieser Zustand anhält.
;)

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